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Forschung als Lebensnerv - 6. Forschungssymposium von dbs & dbl

Montag, 27. März 2017, 11:00 Uhr, Alter: 208 Tage

Forschungssymposium 2017

vlnr: Judith Heide (Stellvertretende Bundesvorsitzende des dbs), Michael Wahl (Bundesvorsitzender des dbs), Dagmar Karrasch (Vizepräsidentin des dbl), Antje Krüger (Beisitzerin im dbl-Bundesvorstand)

Fotos: Gabriele Finkbeiner

Am 18. März 2017 fand im Senatssaal der alt ehrwürdigen Humboldt Universität zu Berlin das 6. Forschungssymposium in Kooperation von dbs und dbl statt. Die vielfältigen Vorträge vereinigten sich unter dem Thema "Kompetenz in Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schlucktherapie".

   

Nach der Begrüßung durch Prof. Michael Wahl (Bundesvorsitzender des dbs), führte die 2. Vorsitzende des dbl, Dagmar Karrasch, in das Symposium ein. Sie orientierte sich dabei am Leitbild der Humboldt-Universität, welches das Wachstum des Wissens und die Zukunft der Bildung als humanistische Pflicht definiert.

   

Den ersten Vortragsblock eröffnete Judith Heide (Universität Potsdam) mit ihrem Keynotevortrag "Wer ist eigentlich CATE? Der Komplexitätsansatz zur Behandlung von erworbenen Sprach- und Sprechstörungen". Sie zeigte anhand dreier Interventionen aus der Syntax-, Semantik- und Sprechapraxietherapie, wie erfolgreich eine praktische und durch Evaluation kontrollierte Umsetzung dieses theoretischen Ansatzes sein kann. Anschließend referierte Dorothea Bischof (Humboldt Universität Berlin) über den „Leseerwerb im Grundschulalter: Verlauf und Wirksamkeit einer modellorientierten Lesetherapie“, der sie in ihrer Dissertation nachspürt.

   

Der zweite Vortragsblock wurde durch den Vortrag von Anna Loppnow (Universität Potsdam) mit dem Titel „Zur Effektivität einer sEMG-biofeedbackgestützten Dysphagietherapie mit einem neurologischen Patienten in der chronischen Phase“ eingeleitet. Es schloss sich die Vorstellung des BISS-Projekts durch Nadine Elstrodt (TU Dortmund) an. Dieses vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt befasst sich u.a. mit der Professionalisierung und Vernetzung von Fachkräften zur Prävention von Sprachstörungen im Kindesalter und definiert diese als eine sprachtherapeutische Grundkompetenz

 

Zwischen den einzelnen Vortragsblöcken war großzügig Zeit für Erholungspausen, sodass sich reichlich Möglichkeit bot, mit den ReferentInnen oder den rund 150 ZuhörerInnen ins Gespräch zu kommen oder sich am Büffet für die weiteren Vorträge zu stärken.

  

Im letzten Vortragsblock stellte Lea Plum (RWTH Aachen) den, im Rahmen ihrer Master-Arbeit aus dem Niederländischen adaptierten und für den deutschen Sprachraum standardisierten, partizipationsorientierten Test "Szenario-Kids" vor. Neben der momentanen Normierung für kindliche Aphasien (8-15 Jahre), ist auch zukünftig eine Normierung für Kinder mit einer SES und mit einer Autismus-Spektrum-Störung angestrebt. Unter dem Titel "Spezifisches Wortmaterial in 60 Sekunden – Entwicklung eines Wortlistengenerators für die Sprachtherapie" stellten Jasmin Biel (TU Berlin) und Julia Heilmann (MLU Halle-Wittenberg) "Wortkowski" vor. Der Generator verspricht, anhand linguistischer Kriterien (wie Silbenanzahl oder Lautposition) eine maßgeschneiderte Wortliste erstellen zu können. Neben dem Internetauftritt wird auch eine App angeboten, welche das häusliche Üben für Patienten erleichtern soll.

 

Diesen erkenntnisreichen Symposiumstag beschließend, resümierte Prof. Wahl die Vortragsinhalte und schloss in sein Fazit die zu Beginn des Tages formulierten Gedanken von der Forschung als Lebensnerv und der damit verbundenen humanistischen Verantwortung mit ein. Diesen Gedanken entsprechend, bot auch in diesem Jahr das gemeinsam von dbs und dbl ausgerichtete Symposium wieder vielen NachwuchswissenschaftlerInnen die Möglichkeit, ihre Forschungsergebnisse zu präsentieren. Für die aufmerksam-interessierten ZuhörerInnen eröffnete sich einen Einblick in die aktuellen Forschungsinteressen.

 

Almut Jebens & Lisa Ferchland

AG Studierende des vpl/ dbs-Studierendenvertreter an der Universität Potsdam

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