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Forschende Vielfalt: Das Forschungssymposium des dbl und des dbs jährte sich zum 10. Mal

Freitag, 19. Mrz 2021, 09:23 Uhr, Alter: 28 Tage

Tempus fugit, wie man so schön sagt, und das gilt auch für das dbl/dbs-Forschungssymposium. 2012 fand es das erste Mal statt, auch damals schon mit der Hochschule für Gesundheit in Bochum (hsg) und Professorin Kerstin Bilda als Gastgeberin. Aufgrund der anhaltenden Beschränkungen durch die Corona-Pandemie erfolgte das Symposium in diesem Jahr aber erstmalig im Online-Format. An dieser Stelle sei Frau Professorin Bilda, Lina Frels und allen beteiligten Mitarbeiter*innen herzlich für die Ausrichtung und das Gelingen gedankt!

 

Der Termin hätte dieses Jahr nicht besser gewählt werden können, denn am 6. März findet jedes Jahr der Europäische Tag der Logopädie/Sprachtherapie statt. Das diesjährige Thema "Telepraxis und neue Ansätze in der Logopädie" informierte über die Bedeutung und Möglichkeiten der digitalen Technik für die logopädischen und sprachtherapeutischen Praxen und für die Patient*innen.

 

In ihrem Grußwort betonte Antje Krüger (kommissarische Vizepräsidentin des dbl) den Leitgedanken, der zum Aufbau des Forschungssymposiums geführt hat. Sowohl dbl als auch dbs wollten damit eine gemeinsame Plattform zur Vorstellung ihrer wissenschaftlichen Forschungsarbeiten bieten, deren praktische Relevanz darstellen und den kollegialen Austausch fördern. Professor Thomas Günther (RWTH Aachen) und Professor Volker Maihack (SRH Hochschule für Gesundheit) erinnerten gemeinsam mit Azzisa Pula-Keuneke (dbl-Referat Bildung) an die Anfänge des Symposiums und dessen Weiterentwicklung. Sowohl Professor Günther als auch Professor Maihack waren damals als Vorstandsmitglieder des dbl und des dbs maßgeblich an der Idee des Symposiums beteiligt.

 

In ihrem Impulsvortrag „Logopädie/Sprachtherapie im Spannungsfeld von Wissenschaft und Praxis“ zeigte Professorin Kerstin Bilda als Beispiel einer gelungenen Verbindung zwischen Wissenschaft und Praxis die erfolgreiche Zusammenarbeit zur Evaluierung der Videotherapien auf, die durch die (verbands)politische Arbeit und Positionen des dbl und dbs ergänzt wurde. Dennoch, die Logopädie/Sprachtherapie steht immer noch vor den Hürden einer nur stockenden Entwicklung der hochschulischen Ausbildung und wird dabei von der Politik gebremst. In die Zukunft geschaut, betonte Professorin Bilda aber das Potential, das in der gemeinsamen Hand-in-Hand-Arbeit von Wissenschaft und Praxis und den Berufsverbänden liegt, um beispielsweise neue Behandlungsformen und -konzepte zu entwickeln und logopädische/sprachtherapeutische Positionen zu vertreten.

 

Marie-Theres Felicitas Köhler zeigte die Ergebnisse ihrer Befragung zu den psychischen Belastungsfaktoren und Arbeitszufriedenheit bei Logopäd*innen. In ihrem Fazit stellte sie deutlich dar, dass organisatorische, strukturelle und finanzielle Faktoren zunehmend als belastend empfunden werden. Hingegen wird der eigene Beruf geschätzt und eine hohe Arbeitszufriedenheit besteht bei der Arbeit mit Patient*innen und in der kollegialen Zusammenarbeit.

 

Weitere Einblicke in Forschungsarbeiten und deren Relevanz in und für die Praxis zeigten die nachfolgenden Arbeiten „Wortabruf und exekutive Leistungen im Alter –Trainings- und Untersuchungsmöglichkeiten“  (Anke Osterhoff), „Barrieren und Gelingensbedingungen bei der Umsetzung von Unterstützter Kommunikation“ (Dennis Thorndahl), „Erzählfähigkeiten von Vorschulkindern mit Hörstörungen – eine explorative Studie“ (Marie Daiber), „Stille Pausen in der Spontansprache – Reliabilität in unterschiedlichen Erhebungsmethoden und Zusammenhänge mit exekutiven Funktionen“ (Hannah Hensen) und „Die Effektivität sprachsystematischer Therapie im Vergleich zu kommunikationsorientierter Therapiebezogen auf die Verbproduktion bei chronischer Aphasie mit Agrammatismus“ (Evamaria Hermann & Josephine Junker). Allen Vortragenden sei an dieser Stelle ein Dank ausgesprochen für die Darstellung ihrer interessanten Forschungsergebnisse und die anschließende Diskussion mit dem Fachpublikum!

 

Als Moderatorin führte Gabriele Finkbeiner (Stellvertretende Bundesvorsitzende des dbs) durch das Forschungssymposium und leitete die interessanten und impulsgebenden Diskussionen.

 

Die Tradition des jährlichen Forschungssymposiums wird fortgesetzt! Welche Hochschule 2022 Gastgeberin sein wird, wird voraussichtlich im Sommer feststehen; Informationen hierzu folgen auf den Webseiten von dbl und dbs.

 

Azzisa Pula-Keuneke, dbl-Referat Bildung

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