StartImpressumDatenschutzSitemap

Sprachtherapie intensiv – Chancen und Herausforderungen für die Praxis

Für die Workshops 1-9 werde jeweils 4 Fortbildungspunkte vergeben.

Die Workshops im Überblick

  • Workshop 2
    Myofunktionelle Therapie in der Padovan-Methode® Neurofunktionelle Reorganisation
    Nicole Abad Bender
  • Workshop 3
    Theraplay – direktiv, intensiv und körpernah
    Karin Block
  • Workshop 4
    Das Late-Talker-Therapiekonzept
    Dr. Mascha Wanke
  • Workshop 5
    Sprachtherapie bei Poltern - Praktische Übungen vor theoretischem Hintergrund
    Ulrike Sick
  • Workshop 6
    Erzählen – ein Kinderspiel?
    Erfassung und Förderung interaktiver Erzählfähigkeiten als Aufgabe für die Sprachtherapie und Sprachförderung!?
    Dr. Anja Schröder
  • Workshop 7
    Therapie frühkindlicher Fütterstörungen und Sondenentwöhnung
    Dr. Markus Wilken
  • Workshop 9
    Assistive Technologien in der Sprechtherapie
    Dr. Hendrike Frieg, Dr. Juliane Mühlhaus, Jan Wellmann
  • Workshop 10
    Qualitätsstandards-dbs: Rezertifizierungsseminar
    Dr. Elisabeth Wildegger-Lack & Claudia Rauw
    (nur für bereits zertifizierte Praxen)

Die Workshops im Detail

Workshop 2

„Myofunktionelle Therapie in der Padovan-Methode® Neurofunktionelle Reorganisation“

 

Myofunktionelle Störungen (orofaziale Dysfunktionen) stellen häufig ein ganzkörperliches Störungsbild dar. Sie sind in jeder Altersgruppe zu finden, die Ursachen sind multifaktoriell. Ein systemisch-integrierter Therapieansatz zur Behandlung dieses Symptomkomplexes stellt die von Beatriz A. E. Padovan entwickelte „Padovan-Methode® Neurofunktionelle Reorganisation“ dar. Sie beinhaltet Bewegungsmuster zum Ausgleich der gesamtkörperlichen Haltungs- und Koordinationsfähigkeit und reguliert die orofazialen Primärfunktionen Atmung, Saugen, Kauen und Schlucken über ein hierarchisch strukturiertes Übungsprogramm. Die Methode findet Anwendung bei orofazialen und/oder ganzkörperlichen Tonus- und Koordinationsstörungen, Schluckfehlfunktionen, Abbau oraler Habits, Dysphagien, Cranio-mandibulären Dysfunktionen (CMD), Störungen der oralen Nahrungsaufnahme, zerebralen Bewegungsstörungen, Syndromen, Artikulationsstörungen u.a.

 

Nicole Abad Bender war zunächst nach ihrem Studium Dozentin in der Erwachsenenbildung im Bereich Deutsch als Fremdsprache, Spanisch und Portugiesisch. Nach ihrer Ausbildung zur staatlich geprüften Logopädin und anschließenden Berufspraxis ist sie seit 2007 Lehrlogopädin an der Staatlichen Berufsfachschule für Logopäde am Klinikum der Ludwig-Maximilian-Universität München. Sie dolmetscht die Weiterbildungskurse zur Padovan-Methode® Neurofunktionelle Reorganisation und ist Instruktorin für zwei Module der Methode und ist zudem Gründungsmitglied der Gesellschaft „Padovan-Methode deutschsprachiger Raum e.V.“.

Workshop 3

Theraplay – direktiv, intensiv und körpernah

Theraplay ist eine interaktive, direktive Kurzzeit-Spieltherapie, die in Form von Einzel-, Familien- und Gruppentherapie durchgeführt wird. 

 

Die Theraplay Therapeutin orientiert sich an den Bedürfnissen des Menschen und seinem aktuellen Entwicklungsstand! Das Hier und Jetzt zählt! Freudige Aktivitäten helfen eine emotionale und leistungsfreie Atmosphäre zu schaffen.

 

In diesem Workshop bekommen Sie durch Berichte aus der Praxis, Videoaufzeichnungen und eigenem Erleben, Einblicke in die Vielfältigkeit der Theraplay Therapie mit Kinder, Jugendlichen, Familien und alten Menschen. Weiter Informationen zu Theraplay erhalten Sie unter: www.theraplay.de

 

Karin Block ist Sonderkindergärtnerin, Theraplay und Gruppen-Theraplay Therapeutin und Supervisorin. Als stellvertretende Leiterin des deutschen Theraplay-Instituts ist sie u. a. für die Ausbildung im Gruppen-Theraplay zuständig. Ihre Tätigkeit erstreckt sich in heilpädagogischen Kindertageseinrichtungen, stationären Einrichtungen für Kinder und Jugendliche, Therapiezentren und therapeutischer Betreuung von dementiell erkranken Menschen. Aktuell arbeitet sie in der AWO Frühförder- und Beratungsstelle in Potsdam mit den Schwerpunkten ASS, Aufmerksamkeitsstörungen, Bindungsstörungen.

Workshop 4

Das Late-Talker-Therapiekonzept

 

Das Late-Talker-Therapiekonzept (Schlesiger 2009) trägt nachweislich effektiv zur Prävention von umschriebenen Sprachentwicklungsstörungen bei.

 

Hervorzuheben ist der passgenaue Einsatz sprachunspezifischer beziehungsweise sprachspezifischer Methoden, welcher sich am jeweiligen Entwicklungsprofil des Kindes ausrichtet. Praxisnah werden ausgewählte sprachspezifische Methoden für die Therapiebereiche Sprachverstehen und Sprachproduktion bei Late Talkern veranschaulicht.

   

Die Sonderpädagogin Dr. Mascha Wanke (geb. Hecking) promovierte an der LMU München im Bereich der frühkindlichen Kommunikation. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin etablierte und koordinierte sie Forschungsprojekte im kindersprachlichen Bereich in der Kinderklinik Hochried (Murnau am Staffelsee). Die momentan freiberufliche Referentin ist zudem Herausgeberin der Fachbuchreihe „Praxiswissen Logopädie“.

Workshop 5

Sprachtherapie bei Poltern - praktische Übungen vor theoretischem Hintergrund 

 

Zu Beginn dieses Workshops wird ein kurzer theoretischer Überblick zu Symptomen und Ursachen von Poltern sowie diagnostischen Methoden gegeben. Dies beinhaltet auch das Thema „Abgrenzung von Stottern“.

 

Schwerpunkt des Workshops ist die sprachtherapeutische Behandlung bei polternden Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Durch die Vielschichtigkeit des Störungsbildes werden die Möglichkeiten zur Therapie der Kernsymptome von Poltern vorgestellt. Hierbei werden mit den Workshop-Teilnehmern ausgewählte Übungen praktisch erarbeitet. Fragen zur Sprachtherapie bei Poltern können gerne diskutiert werden. Audio- und Videobeispiele ergänzen diesen Workshop. 

 

Ulrike Sick absolvierte ihr Studium der Lehr- und Forschungslogopädie (Diplom-Logopädin). Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin/ Logopädin an der Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie der Uniklinik Frankfurt am Main sowie an der Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie der Uniklinik Münster. Derzeit ist sie selbstständig als Logopädin sowie Seminarleiterin, Dozentin und Förderlehrerin in unterschiedlichen Institutionen.

Workshop 6

Erzählen – ein Kinderspiel? - Erfassung und Förderung interaktiver Erzählfähigkeiten als Aufgabe für die Sprachtherapie und Sprachförderung!?

  

Die Fähigkeit in Interaktion zu treten und die sich daraus entwickelnde Fähigkeit zu erzählen bilden die Grundlage für die Entwicklung der sozialen Identität sowie für die Beschulungs- und Bildungsfähigkeit. Das selbstständige Erzählen zu einem spezifischen Thema gelingt jedoch nicht allen Kindern so leicht. Insbesondere Kinder mit Sprachstörungen scheinen beim Erzählen beeinträchtigt zu sein.

 

Vorgestellt wird ein Förderkonzept für Kinder mit SES im Alter zwischen 4 und 8 Jahren.

   

Dr. Anja Schröder ist abgeordnete Förderschulleiterin an der Technischen Universität Dortmund, Fakultät Rehabilitationswissenschaften im Fachgebiet Sprache und Kommunikation. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Erzählfähigkeiten von Kindern mit Spracherwerbsstörungen und mathematisches Lernen von Kindern mit Spracherwerbsstörungen.

Workshop 7

Therapie frühkindlicher Fütterstörungen und Sondenentwöhnung

            

Der Workshop vermittelt, die Ursache von Fütterstörungen und Sondenernährung, deren auslösende Faktoren und Charakteristika sowie der Unterscheidung von Fütterstörung und Sondendependenz.

 

Eine ausführliche Diagnostik gibt Auskunft über eine Veränderung des Essverhaltens und/oder folgende Therapieschritte. Ein dafür entwickeltes multi-dimensionales Assessment Protokoll wird erläutert und mit Videobeispielen illustriert.

 

Zudem soll das therapeutische Vorgehen vorgestellt werden. Die theoretischen Grundlagen als auch die praktische Anwendung, Elternbegleitung, Interventionen in der Esssituation sollen exemplarisch dargestellt und anhand von Beispielen diskutiert werden.

   

Dr. Markus Wilken ist studierter Entwicklungspsychologe und Infant Mental Health an der Universität Graz mit Fokus auf frühkindliche Störung, insbesondere auf Essverhaltenstörungen und Sondendependenz. Er promovierte über das Essverhalten Frühgeborener in Kooperation mit der Universitätsklinik Bonn und entwickelte dabei das Konzept der home-based Therapie frühkindlicher Fütterstörung und Sondenentwöhnung, welches in Deutschland und international publiziert und angeboten wird. Aktuell ist er Dozent an der Fresenius Hochschule Köln für den Bereich klinische Psychologie.

Workshop 9

Assistive Technologien in der Sprechtherapie

 

Eine Möglichkeit zur Förderung beeinträchtigter Kommunikationsfähigkeit ist der Einsatz assistiver Technologien, beispielsweise zum therapiebegleitenden Eigentraining. Evidenzbasierung und ethische Implikationen müssen bei der Technikgestaltung besondere Beachtung finden.

Im Workshop werden aktuelles Hintergrundwissen und Kriterien zur Bewertung und Auswahl von Apps vermittelt. Anhand einer Übungsapplikation für Menschen mit Dysarthrie stellen wir vor, wie direktes Feedback durch die Integration von Spracherkennungstechnologie in der Therapie genutzt werden kann. Mit einem praxisnahen Szenario werden Chancen und Risiken, die in Zusammenhang mit der Nutzung assistiver Technologien in der Sprechtherapie stehen, erarbeitet.

 

Dr. Hendrike Frieg, Klinische Linguistin (BKL), Department für Angewandte Gesundheitswissenschaften, Studienbereich Logopädie Bochum sowie St. Mauritius Therapieklinik Meerbusch gGmbH, Klinik für Neurologische Rehabilitation

Dr. Juliane Mühlhaus, Dipl.-Log., Technische Universität Dortmund, Fakultät für Rehabilitationswissenschaften, Fachgebiet Sprache und Kommunikation sowie Hochschule für Gesundheit, Department für Angewandte Gesundheitswissenschaften, Studienbereich Logopädie

Jan Wellmann, Dipl.-Ing. Elektrotechnik, Projektgruppe Hör-, Sprach- und Audiotechnologie

Fraunhofer Institut für Digitale Medientechnologie IDMT, Haus des Hörens

Workshop 10

 Qualitätsstandards-dbs: Rezertifizierungsseminar
(nur für bereits zertifizierte Praxen)

  

Dieser Workshop richtet sich ausschließlich an Praxen, die das dbs-QM-Verfahren bereits erfolgreich durchlaufen und in der Praxis umgesetzt haben. Um das Zertifikat nach Ablauf von fünf Jahren aufrecht erhalten zu können, ist die Teilnahme an einem Rezertifizierungsseminar erforderlich.

 

Im Mittelpunkt des Seminars stehen die Erfahrungen mit dem Qualitätsmanagement in der Praxis. Außerdem erhalten die TeilnehmerInnen aktualisierte Formulare und Mustervorlagen, neu erstellte Dokumente und Leitfäden und einen Zugang zu weiterem Bonusmaterial auf der dbs-Homepage. Während des Seminars besteht zudem die Möglichkeit zum fachlichen Austausch mit anderen zertifizierten Praxen.

 

Dr. Elisabeth Wildegger-Lack und Claudia Rauw sind zusammen mit Dr. Barbara Giel, Katrin Schubert und Prof. Dr. Michael Wahl Mitglieder der AG-Qualität im dbs. Weitere Informationen unter ag-qualitaet@dbs-ev.de

Suchen

dbs-Geschäftsstelle:

Zentrale: 02841-998191-0

Fortbildungen: 02841-998191-2

Fax: 02841-998191-3

E-Mail: info@dbs-ev.de
----------------------------------------------

dbs-Hotline für Mitglieder:

Dienstag, 16.00-19.00 Uhr und

Donnerstag, 10.00-12.30 Uhr

02841-998191-0

Praxis - Beruf - Verband

Mitgliederbereich

Exklusiv für dbs-Mitglieder:
Aktuelle Informationen, Verträge, Preisvereinbarungen, Servicepapiere etc. Bitte melden Sie sich an!