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Aktuelle Informationen der dbs-Vertreter*innen (Land/Region/Projekte)

dbs-AG  „Sprachtherapie bei Demenz“ beim Workshop der  Graduate School fortheHumanities

„Wahrnehmung und Resonanz“ - Demenz in Theorie und Praxis
22. bis 24. April 2021

 

Bereits 2020 wurde die AG „Sprachtherapie bei Demenz“ des dbs zu einer Tagung der a.r.t.e.s. Graduate School fortheHumanities Cologne eingeladen. Die Mitglieder der AG wurden darum gebeten, an einem transdisziplinären Workshop teilzunehmen, um die sprachtherapeutische Arbeit mit dementiell erkrankten Menschen im Rahmen der Tagung vorzustellen. Coronabedingt musste der geplante Termin  im November 2020 ausfallen, aber Dr. Eric Norman Dzwiza-Ohlsen und Ragna Winniewski von der Universität zu Köln organisierten im April 2021 als Ersatz eine Zoom-Konferenz zum Thema: „Wahrnehmung und Resonanz - Demenz in Theorie und Praxis“.
 

Im Zentrum der Online-Tagungstanden die lebensweltlichen Erfahrungen von Personen mit Demenz. Ziel war es, das subjektive und intersubjektive Erleben der Betroffenen in den theoretischen Diskurs einzubeziehen. Anhand von Beiträgen aus der Phänomenologie, Psychopathologie und Therapie fand ein Austausch darüber statt, wie sich das Bewusstsein für das eigene leibliche Empfinden und die eigene Identität stärken lässt. Hierzu dienten die zwei Begriffe „Wahrnehmung“ und „Resonanz“. Gleichzeitig sollte dieser transdisziplinäre Workshop dazu beitragen,den Austausch und die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Gruppen, die sich mit dem Thema Demenz beschäftigen, zu verbessern. Diese gesetzten Ziele wurden unseres Erachtens sehr gut umgesetzt, so dass auf der Tagung durch die ganz unterschiedlich gewichteten Beiträge der Referent*innen aus verschiedenen Forschungsbereichen und der Praxis das breite Spektrum der Demenz dargestellt wurde.

 

Prof.Dr. Christiane Woopen, Medizinethikerin (Uni Köln),eröffnete die Tagung mit einer Keynote zum Thema „Alter, Demenz und Resonanz“ und stellte insbesondere ethische Aspekte einer Demenzerkrankung dar. Sie wies auf die besondere Bedeutung der Lebensqualität insbesondere im hohen Alter hin und verwies diesbezüglich auf die Forschungsergebnisse der CERES Studie NRW 80+.
Dr. Marion Bär (Uni Heidelberg) sprach über „Sinn und Sinnerfahrung unter den Bedingungen dementieller Erkrankungen“. Sie betonte, dass es nicht die Demenz gibt und dass der Weg zur Sinnerfahrung individuell verschieden ist. Als besonders wichtig hob sie hervor, dass Impulse der dementiell Erkrankten aufgenommen werden, um so in eine zwischenmenschliche Resonanz zu kommen.
Um „Therapeutische Atmosphären“ ging es bei dem Vortrag von Prof. Dr. Sonntag (Medical School Hamburg), der aus dem Blickwinkel der Musiktherapie über die Möglichkeiten der Kommunikation mit dementiell Erkrankten sprach. Unter dem Begriff der therapeutischen Atmosphären versteht er einen resonanzgebenden Raum, der es ermöglicht, sich ohne Handlungs- und emotionalen Druck in spürbarer Anwesenheit anderer selbst zu erleben.
Im anschließenden Vortrag von Prof. Dr. Susanne Zank (Uni Köln) wurde der Blick auf die besonderen Belastungssituationen der „Angehörigen in der Pflege“ gelenkt. Sie stellte sehr anschaulich dar, dass die Pflege eines dementiell Erkrankten sehr häufig Konsequenzen für den psychischen und gesundheitlichen Zustand der Angehörigen hat.

Der zweite Tag begann mit einem Beitrag zum Thema „Das verkörperte Selbst in der Demenz. Eine phänomenologische Perspektive“ von Prof. Dr. Christian Tewes (Alanus Hochschule Mannheim). Er zeigte u.a. anhand des Beispiels der Tänzerin M.C. Gonzales auf, dass der Leib zu einem fluiden Träger des seelisch-geistigen Ausdrucks in Gestik, Mimik, Habitus und Bewegung wird. Sein Fazit: Das Selbst verschwindet nicht, sondern manifestiert sich in der Demenz in vielfältigen Formen expressiver Handlungen und Interaktionen.
Dr. Eric Norman Dzwiza-Ohlsen (Uni Köln) informierte die Teilnehmer*innen über „Orientierung und Orientierungsverluste“ indem er zunächst darstellte, wie wir uns orientieren und wie wir Orientierungsverluste erfahren, um dann aufzuzeigen, wie Menschen mit einer Demenz Orientierungsverluste erfahren.
Seine Kollegin und Mitorganisatorin Ragna Winniewski (Uni Köln) referierte zum Thema: „Synästhesie-Atmosphäre–Resonanz: phänomenologische und therapeutische Perspektiven“ und definierte die einzelnen Begriffe anhand der Darstellung eines Projekts zum „Snoezelen“ in einer Demenzeinrichtung in Lissone/Italien.


Im anschließenden Vortrag stellte Frank Hildebrandt, Kommunikationsdesigner,einige seiner Projekte zur „ Demenzsensiblen Lebensraumgestaltung mit therapeutischer Wirkung“ sehr anschaulich und anhand vieler Fotos vor. Hierbei ging es um sehr unterschiedliche Möglichkeiten einerdemenzfreundlichen Gestaltung von Räumen, z.B. von langen Fluren in Krankenhäusern oder Senioreneinrichtungen.
Die Teilnehmer*innen erhielten im Vortrag „Gehörlosigkeit und Gebärdensprache“ von Lisa Stockleben (Uni Köln) einen nachvollziehbaren Einblick in die Lebenswelt gehörloser Menschen mit Demenz.

Nach diesen zwei sehr informativen Tagen begann der dritte Tag mit einer zweiten Keynote von Prof. Dr. Andreas Kruse (Uni Heidelberg) zum Thema: „Der Augenblick der zwischenmenschlichen Resonanz“. Prof. Dr. Kruse betonte auf vielfältige Weise, dass der Augenblick in der Beziehung mit Demenzkranken etwas sehr Wesentliches ist. Hierzu bediente er sich u.a. einiger literarischer Texte und zitierte z.B. das Gedicht „Betrachtungen zur Zeit“ von Andreas Gryphius, um auf die Bedeutung des Augenblicks einzugehen. Im Zusammenhang mit dem Augenblick muss aber auch die Biografie Beachtung finden. Denn die Biografie lebt im Menschen fort und bleibt erhalten. Prof. Kruse beschrieb, dass einzelne Aspekte des Selbst im Augenblick aktiviert werden können und somit im hohen Maße identitätsstiftend sind.
David Vogel vom Forschungszentrum Jülich veranschaulichte den Bereich der „Zeiterfassung bei Demenz“. Herr Vogel verglich Ergebnisse aus dem Bereich der Depressionsforschung mit dem Zeiterleben bei Demenz.
Um „Theater in der Pflege von Menschen mit Demenz“ ging es in dem anschließenden Vortrag von Jessica Höhn (Hochschule Osnabrück). Sie stellt mehrere Theaterprojekte mit und für Menschen mit Demenz vor und berichtete von ihrem Forschungsprojekt zur Erfassung des Effekts des Theaterspiels auf die Lebensqualität bei Menschen mit einer mittelgradigen Demenz.


Den Abschlussvortrag hielten Antje Tontschund Michaela Schroif, akademische Sprachtherapeutinnen der dbs-AG „Sprachtherapie bei Demenz“. Sie zeigten die Möglichkeiten sprachtherapeutischen Arbeitens mit dementiell Erkrankten auf. Zunächst gab Frau Tontsch einen theoretischen Überblick über die sprachtherapeutische Arbeit mit Patienten, die unter einer dementiellen Erkrankung leiden.  Frau Schroif veranschaulichte die therapeutische Vorgehensweise durch ein Biografiebuch, welches sie mit einem dementiell erkrankten Patienten erarbeitet hat. In ihrem Vortrag stellten Frau Tontsch und Frau Schroif noch einmal den Bezug zu den Begriffen der Tagung „Wahrnehmung“ und „Resonanz“ her und zeigten auf, dass eine gelungene, identitätsunterstützende Kommunikation auf einer guten Wahrnehmung der Bedürfnisse des Patienten beruht und durch eine zwischenmenschliche Resonanz gekennzeichnet ist.

 

Antje Tontsch, dbs-AG „Sprachtherapie bei Demenz“

Die dbs Regionalgruppe Stuttgart veranstaltet ihren ersten Vortragsabend in Ludwigsburg

Es war der Auftakt einer geplanten Reihe von Vorträgen oder Veranstaltungen der Regionalgruppe Stuttgart - und es wurde ein Abschied für unbestimmte "Corona"-Zeit von dem gewohnten Miteinander:
am 12. März hielt Herr Seimer auf Einladung der dbs Regionalgruppe Stuttgart einen Vortrag mit dem Titel "Rund um AVWS" in der Ludwigsburger Karlskaserne.

 

Andreas Seimer, Leitender Arzt des Schwerpunkts Phoniatrie und Pädaudiologie und der Abteilung für Logopädie des Marienhospitals in Stuttgart, referierte sehr anschaulich und versiert über Diagnostik und Behandlung der AVWS. Für die 20 teilnehmenden Sprachtherapeutinnen und Logopädinnen wird dieser Abend aufgrund seines fachlichen Mehrwerts lange in Erinnerung bleiben. Und es war für alle das letzte Gruppentreffen mit Koleginnen auf unbestimmte Zeit.

Regionalgruppentreffen Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern mit Fortbildung „Manuelle Sprachtherapie“

Wir haben am 17.01.2020 unser Regionaltreffen mit Fortbildung durchgeführt. Als Experten und Dozenten zum Thema „Manuelle Therapie“ konnten wie Dick Egmond, Daniel Sommerfeld und Tom Beck gewinnen. Sie bieten das Thema Manuelle Therapie im Rahmen der Weiterbildung für PhysiotherapeutInnen am Institut für Angewandte Manuelle Therapie (IFAMT) an. In der Ludwig-Fresenius-Schule konnten wir einen großen Raum mit Liegen nutzen, um das Gelernte gleich umzusetzen. Das praktische Thema und die interdisziplinäre Anleitung kamen gut bei den TeilnehmerInnen an, so dass eine weiterführende Veranstaltungsreihe aus drei Modulen mit abschließender Zertifikatsprüfung geplant wird. Näheres dazu wird natürlich an Sie/Euch weitergegeben.

 

Als Überraschungsgast war Christina Radusch von Theraphysia da und hat uns das T-Rappy-Programm und die Erweiterung "Auf die Füße fertig los" zum ganzheitlichen Arbeiten vorgestellt. Bestellungen konnten gleich vor Ort aufgegeben werden.

 

Im Anschluss daran fand unsere Regionalgruppenversammlung statt. Diese haben wir genutzt, um die TeilnehmerInnen über die aktuelle Verbandsarbeit zu informieren, v. a. über die Arbeitnehmer- und Praxisinhabervertretung, die neuen Zulassungsbedingungen, die Neufassung der Heilmittelrichtlinie, den zweiten Therapiegipfel, unsere Verbandszeitschrift „Praxis – Beruf – Verband“, das Terminservice und -Versorgungsgesetz (TSVG) sowie über die nächsten dbs-Termine.

Neu war unsere Gruppenarbeit am Ende der Regionalgruppensitzung. Wir haben uns über das TSVG ausgetauscht: Was sind die Vorteile für die einzelnen, was sind die Nachteile und was sind die Wünsche für die Zukunft? Dazu haben die ArbeitnehmerInnen (AN) und PraxisinhaberInnen (PI) Gruppen gebildet. Innerhalb der Gruppen haben sich die TeilnehmerInnen gegenseitig interviewt, um in der Diskussion Anhaltspunkte für die weitere Verbandsarbeit erzielen zu können.

Als Vorteile wurden festgehalten: Mehr Einnahmen für PI und AN, mehr Urlaub möglich, mehr Budget für Therapiematerial, Möglichkeiten der Renteneinzahlung und –bezuschussung, mehr Fortbildungszuschuss/Fortbildungstage, Anpassung der Preise für Privatzahler an die Krankenkassensätze, Aufbau von Rücklagen möglich, Möglichkeit, weniger zu arbeiten bei gleichen Einnahmen, Instandhaltung der Praxis ermöglichen, stärkere gesellschaftliche Wahrnehmung.

 

Es wurden aber auch Nachteile formuliert, die trotz des TSVG noch bestehen: Es gibt immer noch zu wenig Gehalt, steigende Kosten (für Praxismiete, Materialien usw.), Berufsanfänger verlangen viel Gehalt, müssen aber häufig erst angelernt werden, übersteigerte Erwartungshaltung der AN, Therapieausfall führt zu unbezahlter Arbeitszeit („Minusstundenverträge“), Hausbesuche sind nach wie vor zu gering bezahlt und damit unrentabel, Personalmangel kann noch nicht überwunden werden, hohe Belastung durch viele Anmeldungen

Wünsche für die Zukunft sind:Höhere Kassensätze und besser bezahlte Hausbesuche, Bezahlung der Nebenleistungen (Telefonzeiten, Patienten- und Praxismanagement) und eine Abrechnungsposition für Berichte, weitere Gehaltssteigerung für AN, bessere Aussichten für die Rente/Bekämpfung der Altersarmut, Absprachen über Privatpreise, Bürokratieabbau, Anforderungsprofil für AN in der Praxis

 

Die Ergebnisse sollten diskutiert werden und können für die weitere Arbeit oder Projekte innerhalb des Verbandes dienen.

 

Bis zur nächsten Regionalversammlung

Ihre/Eure dbs-Regionalvertretung Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern

 

Martina Gester, Praxisinhabervertreterin, gester@dbs-ev.de

Ilona Stoffers, Praxisinhabervertreterin, ilona_stoffers@web.de

Christina Wanke, Arbeitnehmervertreterin, christina-wanke@online.de

Fortbildung der Regionalgruppe Sachsen/Thüringen

Am 02.11.2019 fand das Treffen der dbs-Regionalgruppe Sachsen/Thüringen statt, diesmal in Verbindung mit einer einführenden Fortbildung zum Marte Meo-Konzept nach Maria Aarts.

 

Die Referentin Angelika Beger (u.a. Dipl. Sozialpädagogin und Marte Meo Therapeutin) erläuterte uns zunächst dieses innovative, videobasierte Interventionsmodell, welches in allen psychosozialen, pädagogischen oder therapeutischen Feldern Anwendung finden kann, in denen es um die Unterstützung und Begleitung von Entwicklungs- und Lernprozessen geht. So kann diese Methode sehr hilfreich sein bei der Therapie von Kindern und erwachsenen Menschen mit Entwicklungsproblemen oder Verhaltensauffälligkeiten, wie sie auch oftmals in unserem therapeutischen Alltag auftreten.

Im praktischen Teil wurden wir intensiv einbezogen. Eigene Therapiesituationen wurden lösungsorientiert besprochen. Eine Videoaufnahme einer Therapiefrequenz, konnte – da das Einverständnis der Patientin und der Therapeutin vorlag – kleinschrittig analysiert und ausgewertet werden.

Wir fanden diese Weiterbildung sehr spannend und die Zeit verging wie im Fluge. In den Pausen nutzten wir die Zeit zu individuellen Gesprächen und zum fachlichen Austausch.

 

In unserer nachfolgenden Regionalversammlung kamen vor allem berufspolitische Themen, eigene Sorgen und Nöte der KollegInnen, sowie verbandsrelevante Aktivitäten zur Sprache.

 

Katrin Müller, dbs-Vertreterin Sachsen/Thüringen

1. Stammtisch für Unterstützte Kommunikation, Bayern

Am 4.7.2019 fand der 1. Stammtisch für Unterstützte Kommunikation im Rahmen der Interessenvertretung des dbs in München statt.  

Ansprechpartnerin für diesen Bereich ist

Franziska Hagemeister, dbs-Vertreterin für den Bereich Unterstützte Kommunikation für Bayern

hagemeister.franziska@gmail.com

Archiv der Landesgruppeninformationen

Weitere Informationen aus den Ländern und Berichte über die Landesgruppentermine und Projekte ab 2014 finden Sie hier in unserem ARCHIV

Hochschulkooperationen

Liebe Mitglieder,

 

der dbs hat mit einigen Hochschulen Kooperationsverträge geschlossen.

Ziel und Gegenstand der Kooperationsverträge ist es, Praktikumsplätze für die Studierenden zu gewinnen. Hierzu haben dbs-Praxen die Möglichkeit einem Rahmenvertrag beizutreten. Inhalt des Rahmenvertrags ist die Beteiligung an der praktischen Ausbildung der Studierenden in Form von Praktikumsplätzen.

 

Praxen, die dem Rahmenvertrag beitreten, dürfen den Titel „Kooperationspraxis der Universität XY“ führen.

 

Nähere Informationen finden Sie im Mitgliederbereich.

 

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Fortbildungen: 02841-998191-2

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