dbs-digital Sprachübergreifende Diagnostik mit dem ‚Comprehensive Aphasia Test‘

Nummer der Fortbildung: CAT - 2026
Beginn: Donnerstag, 25.06.2026 18:00
Ende: Donnerstag, 25.06.2026 19:30
Ort der Fortbildung: Online
Fortbildungspunkte: 2

Referent*in: Dr. Stephanie Brühl & Henrike Wenger

Priv.-Doz. Dr. phil. Stefanie Brühl, Klinische Linguistin (BKL), M.A., PGCert HE, ist Privatdozentin für Kognitive Neurowissenschaften und Medizinische Psychologie an der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf und Gastwissenschaftlerin in der Sektion Klinische Kognitionsforschung an der RWTH Aachen, sowie selbstständig tätig. Seit ihrem Magisterabschluss in Deutscher Philologie, Philosophie und Politischer Wissenschaft im Jahre 2001 ist sie klinisch, wissenschaftlich und lehrend an (außer-)universitären und klinischen Einrichtungen tätig, darunter an den Universitäten in Aachen, Freiburg, Urbana-Champaign (USA), Sydney (AUS) und Manchester (UK), an SRH-Fachhochschulen, sowie an Kliniken in Hagen und Meerbusch. Ihre Themenschwerpunkte sind die Entwicklung, Überprüfung und didaktische Vermittlung von Methoden zur Diagnostik und Behandlung von Sprach- und Sprechstörungen sowie ihren neuropsychologischen Begleitstörungen nach Schlaganfall und bei Demenz. Dabei stehen innovative Ansätze im Vordergrund, die auf modelltheoretischen, computationalen und/oder neurowissenschaftlichen Grundlagen beruhen und die unter Berücksichtigung klinischer Erkenntnisse theoretisch fundiert und praxisnah vermittelt werden. Sie ist unter anderem Mitautorin von SAPS (Brühl et al., 2022), ESKOPA-TM (Grewe et al., 2020) und Szenario-Test (Nobis-Bosch et al., 2020), Projektleiterin der deutschen Version des Comprehensive Aphasia Test (CAT-D), sowie in die aktuelle Entwicklung der Leitlinie „Aphasie und Sprechapraxie“ involviert. Weitere Informationen auf steffiebruehl.de


Henrike Wenger studierte akademische Sprachtherapie (B.A.) zunächst an der Universität zu Köln und anschließend Lehr- und Forschungslogopädie (M.Sc.) an der RWTH Aachen University. In ihrem Masterprojekt hat sie den Comprehensive Aphasia Test (CAT) an die deutsche Sprache adaptiert und erste Testungen durchgeführt. Seit dem Abschluss im Jahr 2020 arbeitet sie klinisch mit dem Schwerpunkt in der neurologischen Rehabilitation und Akutversorgung. Nebenbei ist sie als Dozentin an der IU Internationale Hochschule für den Fachbereich Neurologie/ Dysphagie tätig und an einem Projekt zur Adaptierung und Evaluation des Comprehensive Aphasia Test (CAT) der Uniklinik RWTH Aachen beteiligt.

Beschreibung der Fortbildung

Der international bekannte ‚Comprehensive Aphasia Test‘ (CAT) (englisches Original von Howard, Swinburn, & Porter, 2004) ist oder wird derzeit in 26 Sprachen übertragen, darunter in die deutsche Sprache (Brühl & Wenger, in Kooperation mit der CAT-Arbeitsgruppe, Testpublikation in Vorbereitung). Die modern ausgerichtete Testbatterie ist gut theoretisch begründet, statistisch evaluiert, klinisch erprobt und international verbreitet. Sie ermöglicht durch die Vereinheitlichung von Outcome-Maßen sowohl den wissenschaftlichen Vergleich aphasischer Leistungsmuster über die sprachlichen Grenzen hinweg, als auch eine umfassende klinische Diagnostik in mono- und multilingualen Kontexten. Die elektronischen Versionen des CAT ermöglichen eine vergleichende Testdurchführung auch in Sprachen, die die Therapeut:in selbst nicht beherrscht. Damit bietet der CAT die Möglichkeit in unserer zunehmend multilingualen Welt eine Aphasie sprachübergreifend zu diagnostizieren.
Der CAT besteht aus drei Teilen: (1) Die symptomorientierte Sprachbatterie erfasst die Leistungen in den vier Modalitäten Sprechen, Verstehen, Lesen und Schreiben und gibt einen Überblick über das sprachliche Leistungsmuster in 26 Aufgaben. (2) Das kognitive Screening gibt erste Hinweise auf neuropsychologische Begleitstörungen, die Einfluss auf die Sprachleistung haben könnten. (3) Der Aphasia Impact Questionnaire (AIQ-21; Swinburn et al., 2018) berücksichtigt die Lebensqualität und das subjektive Empfinden der betroffenen Personen in Bezug auf die praktischen, psychologischen und sozialen Auswirkungen der Aphasie.
Der Vortrag bietet Ihnen einen kurzen Überblick über den CAT sowie den Stand der deutschsprachigen Evaluation und Publikation. Zudem lernen Sie, wie Sie die Testbatterie bei mono- und multilingualen Personen mit Aphasie optimal zur Anfangs und Verlaufsdiagnostik, Therapieplanung und Identifikation des Bedarfs an vertiefender Diagnostik von Teilleistungen einsetzen können.

Literatur:
Howard, D., Swinburn, K., & Porter, G. (2004). Comprehensive Aphasia Test. Routledge: Psychology Press.
Swinburn, K., Best, W., Beeke, S., Cruice, M., Smith, L., Pearce Willis, E., . . . McVicker, S. J. (2018). A concise patient reported outcome measure for people with aphasia: The aphasia impact ques-tionnaire 21. Aphasiology, 1–26.

Voraussetzungen für die Fortbildung

Dieses Seminar stellt einen besonderen Service dar, der ausschließlich dbs-Mitgliedern vorbehalten ist.

Die Anmeldung über das Anmeldeformular ist organisatorisch nur bis spätestens eine Woche vor dem Workshop möglich! 


Kategorien:
Max. Teilnehmerzahl: 30
Preis für Mitglieder: € 20,00
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