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Erfolgreiches dbl/dbs Forschungs-Symposium an der Hochschule Bremen

Montag, 26. März 2018, 14:42 Uhr, Alter: 116 Tage

v. l.: Antje Krüger (Deutscher Bundesverband für Logopädie), Prof. Dr. Wiebke Scharff Rhethfeldt (Hochschule Bremen), Gabriele Finkbeiner (Deutscher Bundesverband für akademische Sprachtherapie und Logopädie)

v. l.: Katharina Lehner, Dr. Ilona Rubi-Fressen, Christina Wolff, Prof. Dr. Wiebke Scharff Rethfeldt, Antje Krüger, Anna-Maria Kuttenreich, Gabriele Finkbeiner, Berit Sander; Fotos: Shuvo Sarkar, Hochschule Bremen

Das dbl/dbs Forschungs-Symposium vom 17.03.2018 fand dieses Jahr in Kooperation mit der Hochschule Bremen unter der Organisation von Antje Krüger (dbl) und Prof. Dr. Michael Wahl (dbs) statt. Bereits zum 7. Mal erhielten hierbei Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler die Gelegenheit, ihre mit unterschiedlichen Forschungs- und Förderpreisen verliehenen wissenschaftlichen Arbeiten aus dem sprachtherapeutischen Bereich vorzustellen. Die Räumlichkeiten in der Sky Launch der Hochschule war mit mehr als 50 Zuhörerinnen und Zuhörern nicht nur voll besetzt, sondern zeigte auch noch dank strahlendem Sonnenschein die schönsten Ausblicke auf die Altstadt von Bremen.

 

Nach den Eröffnungsworten von Antje Krüger setzte Prof. Dr. Wiebke Scharff Rethfeldt als Professorin der Hochschule Bremen sowie als Gastgeberin des Forschungs-Symposiums den Auftakt der Vortragsreihe und referierte über das Thema „Regionale Analyse der Versorgungssituation einer ambulanten Inanspruchnahmepopulation: Mehrsprachige Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen in Bremen“. Das dem Vortrag zu Grunde liegende Projekt „MeKi-SES“ hatte das Ziel einer ersten Bestandsaufnahme der gegenwärtigen logopädischen Versorgungssituation von mehrsprachigen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund nach erfolgter ärztlicher Verordnung zur Sprachtherapie. Die regionale Analyse entfachte in der anschließenden Diskussion den Wunsch und die Notwendigkeit einer flächendeckenden, bundesweiten Untersuchung zur sprachtherapeutischen Versorgungssituation in Deutschland.

 

Anschließend präsentierte Anna-Maria Kuttenreich, Preisträgerin des dbl-Nachwuchspreises 2018 sowie des Innovationspreises der Hochschule Bremen, ihre Forschungsarbeit. Mit ihrer experimentellen Pilotstudie zum Thema „Hat eine systematische autobiographische Erinnerung als ergänzende Therapie Einfluss auf die Lebensqualität und den Schweregrad zentraler Fazialisparesen?“ zeigte sie erste Ergebnisse beim Vergleich zwischen einer klassischen Therapie mit der Propriozeptiven Neuromuskulären Fazilitation (PNF) und der Erweiterung mit motorischer Imagination sowie deren Einfluss auf die krankheitsbezogene Lebensqualität.

 

Christina Wolff erhielt 2017 eine Projektförderung des dbl und konnte mit den Ergebnissen ihrer „Pilotstudie zur Erfassung der Atem-Schluck-Koordination bei Säuglingen“ aufzeigen, wie sich das Trinkverhalten von reifgeborenen Kindern im Vergleich zu frühgeborenen Kindern unterscheidet, welche Adaptionen der Füttertechniken sich als geeignet erwiesen haben, aber auch wie sprachtherapeutisch unterversorgt der Bereich der Neonatologie momentan noch ist.

Berit Sander, Preisträgerin des dbs-Förderpreises 2018, beleuchtete in ihrer Einzelfallstudie „Phonetische, phonologische und silbenstrukturelle Analyse bei einem Kind mit Cochlea-Implantaten“ sehr präzise die Diskrepanz zwischen diagnostisch erfasstem Phoneminventar und spontansprachlich angewandten phonologischen Prozessen. Hierbei wurde deutlich, dass die Sprachentwicklung nach einer CI-Versorgung sehr individuell verlaufen kann und es an evidenzbasierten Therapieansätzen in diesem Bereich mangelt.

 

Katharina Lehner erhielt ebenfalls den dbs-Förderpreises 2018 und referierte über „Phonologisch oder phonetisch? Diagnostik erworbener Lautbildungsstörungen bei Aphasie anhand der Spontansprache“. Bei ihrer Forschungsarbeit beleuchtete sie die Klassifikation der Lautbildungsstörungen von Patienten mit Aphasie, aber auch die Schwierigkeit der strikten Trennung von aphasisch-phonologischen Störungen und Sprechapraxie in der Diagnostik.

Den letzten Vortrag des Forschungs-Symposiums präsentierte Dr. Ilona Rubi-Fressen als Preisträgerin des dbl-Luise-Springer-Forschungspreises 2017. Ihr Thema befasste sich mit „Stimulierte Kommunikation? Effekte der nicht invasiven Hirnstimulation auf die Aphasietherapie“. In ihrer Studie konnte sie eindrücklich aufzeigen, wie sich die Kombination von verschiedenen Möglichkeiten nicht invasiver Hirnstimulation und anschließender oder gleichzeitiger Sprachtherapie positiv auf die sprachlichen Leistungen auswirkt.

 

Die Zuhörerinnen und Zuhörer diskutierten mittels der Moderation von Gabriele Finkbeiner (dbs, DBKS) angeregt und praxisnah mit den Referentinnen und fanden sich darüber hinaus zu munteren und inspirierenden Pausengesprächen zusammen.

 

Die abschließenden Worte von Antje Krüger galten dem Dank an die Nachwuchsforscherinnen des Forschungs-Symposiums, welche durch ihr großes Engagement der Sprachtherapie / Logopädie eine breitgefächerte und fundierte Grundlage gestalten. Dies rundete die rundum gelungene Veranstaltung ab und weckt nun Interesse am nächsten dbl / dbs Forschungs-Symposium, welches im Frühjahr 2019 stattfinden wird.

 

Gabriele Finkbeiner (dbs, DBKS)

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