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Update Maskenpflicht und Definition von Kontaktpersonen

Mittwoch, 28. April 2021, 18:25 Uhr, Alter: 56 Tage

Änderungen durch die neuen Bundesregelungen im Infektionsschutzgesetz

Änderungen bei der Maskenpflicht

 

Die am 23.04.2021 in Kraft getretenen Änderungen des Bundes zum Infektionsschutzgesetz betreffen auch die Maskenpflicht bei medizinischen Dienstleistungen. In § 28b Abs. 1 Ziffer 8 ist geregelt, dass von allen Beteiligten dieser Dienstleistungen „Atemschutzmasken (FFP2 oder vergleichbar)“ zu tragen sind. Diese Regelung gilt bundesweit in allen Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die 7-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 gelegen hat.

 

Für die Sprachtherapie bedeutet das:

 

Therapeut*innen und Patient*innen müssen FFP2-Masken oder Masken eines vergleichbaren Filterstandards tragen, z. B. N95- oder KN95-Masken.

 

Ein Absetzen ist nur zulässig, soweit die Art der Leistung es erfordert:

 

  • Sprachtherapeut*innen dürfen die FFP2-Maske(n) für sehr kurze Zeiträume abzunehmen, z. B. für das Demonstrieren einer Artikulationsposition.
  • Auch die Patient*innen dürfen für einen kurzen Blick auf das Mundbild die Maske abnehmen oder dann, wenn das Maske-Tragen während der Therapie nicht immer möglich ist (z.B. bei einer Schlucktherapie/Nahrungsaufnahme) 

 

Begleitpersonen, deren Anwesenheit in der Therapie zwingend erforderlich ist, müssen ebenfalls FFP2-Masken tragen.

Kinder unter 6 Jahren sind von der Maskenpflicht befreit (§ 28b, Abs. 1, Ziffer 10, Satz 9).

Weitere Befreiungen von der Maskenpflicht, evtl. für ältere Kinder oder Jugendliche, regeln zum Teil die Bundesländer in den Landesregelungen.

 

Der aktuelle BGW-Arbeitschutzstandard für therapeutische Praxen regelt, dass nur absolut notwendige Begleitpersonen erlaubt sind und sich diese an die geltenden Hygiene- und Schutzmaßnahmen zu halten haben.

 

Die aktualisierten Maskenpflicht-Regelungen sind vor allem deshalb bedeutsam, weil sie im Falle des Kontakts zu einer infizierten Person Auswirkungen auf die Einstufung als „enge Kontaktperson“ haben. Die neuesten RKI-Vorgaben dazu haben wir Ihnen hier zusammengefasst: 

 

 

Neue Kontaktperson-Kategorie des RKI

 

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die Vorgaben des Kontaktpersonen-Managements überarbeitet. Die Definition, wer im Falle einer Covid-19-Infektion als Kontaktperson gilt, unterscheidet nun nicht mehr nach Kontaktpersonen erster oder zweiter Kategorie, sondern legt fest, wer als „enge Kontaktperson“ gilt und wer nicht.

 

Als enge Kontaktpersonen werden diejenigen definiert, die unter einer der folgenden Bedingungen Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall hatten:

  1. Abstand unter 1,5m, Kontakt länger als 10 Minuten und ohne adäquaten Schutz, oder
  2. Gespräch (Face-to-Face-Kontakt) mit der infizierten Person, unabhängig von der Gesprächsdauer, bei Abstand unter 1,5m und ohne adäquaten Schutz, oder
  3. Aufenthalt mit der infizierten Person im gleichen Raum, mit wahrscheinlich hoher Aerosolkonzentration und länger als 10 Minuten, auch wenn durchgehend und korrekt ein MNS oder einen FFP2-Maske getragen wurde.

„Adäquater Schutz“ laut RKI-Definition: „Fall und Kontaktperson tragen durchgehend und korrekt MNS [Mund-Nasen-Schutz] oder FFP2-Maske“.

 

Laut RKI handelt es sich bei diesen Situationen vor allem um Alltagsbedingungen (Leben im gleichen Haushalt, Feiern/Treffen in geschlossenen Räumen, Flugreisen o.ä.).

 

Davon sind Situationen abzugrenzen, in denen „das Tragen von FFP2-Masken im Gesundheitswesen […] im Rahmen der Patientenversorgung erfolgt“: Bei diesen Personen reicht es, wenn sie selbst eine FFP2-Maske korrekt tragen, um nicht als enge Kontaktperson eingestuft zu werden.

(Kap. 4 der RKI-Empfehlungen zu organisatorischen Maßnahmen in Einrichtungen des Gesundheitswesens)

 

Die Vorgabe, dass der Kontakt länger als 10 Minuten stattgefunden haben muss, erlaubt es den Sprachtherapeut*innen, die FFP2-Maske(n) für sehr kurze Zeiträume abzunehmen, z. B. für das Demonstrieren einer Artikulationsposition. Auch die Patient*innen dürfen für einen kurzen Blick auf das Mundbild die Maske abnehmen.

 

Was passiert bei der Einordnung als „enge Kontaktperson“?

  • Sofortige häusliche Absonderung (14-tägige Quarantäne-Anordnung durch das Gesundheitsamt)
  • Haushaltsmitglieder der „engen Kontaktperson“ müssen keine Quarantäne einhalten, sollten aber als Kontakte von engen Kontaktpersonen eines COVID-19-Falls bestimmte Verhaltensregeln im Haushalt einhalten (www.rki.de/covid-19-quarantaene) und ihre eigenen Kontakte minimieren.
  • Selbstmonitoring: regelmäßiges Fiebermessen und Führen eines Symptomtagebuchs; beim Auftreten von Symptomen sofort den Hausarzt und/oder das Gesundheitsamt informieren
  • Vollständig geimpfte Personen sind von den Quarantäne-Maßnahmen ausgenommen (Kap. 4 der RKI-Vorgaben zum Kontaktpersonen-Management)

 

Zur neuen Kontaktpersonen-Definition und den Quarantäne-Maßnahmen hat das RKI eine Info-Grafik erstellt.

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