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Pressemitteilung zum dbs-Symposium

Donnerstag, 07. Februar 2013, 12:43 Uhr, Alter: 9 Jahre

Schlechtes Deutsch oder Entwicklungsstörung? Welche Kinder brauchen Sprachtherapie?

Am 22./23. Februar 2013 veranstaltet der Deutsche Bundesverband der akademischen Sprachtherapeuten (dbs) in Kooperation mit der Universität zu Köln im Audimax sein 14. Wissenschaftliches Symposium zum Thema „Mehrsprachigkeit im Kontext der Sprachtherapie“. Über 400 Teilnehmer werden erwartet.

 

Erneut beklagen GEK- und AOK-Heilmittelberichte einen Zuwachs sprachtherapeutischer Maßnahmen bei den fünf- und sechsjährigen Kindern. Zwischen 13 und 25 Prozent der Jungen und Mädchen erhalte in dem Alter eine Sprachtherapie. Der dbs vermutet hinter diesen Zahlen auch den Einfluss der öffentlichen Sprachförderdebatte. „Eine verwirrende Vielfalt an Maßnahmen zur Sprachstandserhebung in den KiTas und zu viele Laiendiagnosen führen zu diagnostischer Unsicherheit - erst Recht, wenn noch ein mehrsprachiger Hintergrund dazukommt“, so der dbs-Bundesvorsitzende Dr. Volker Maihack.

 

16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund leben in Deutschland und mehr als 10 Prozent der Kinder sprechen Deutsch nicht als Muttersprache. Bei Mehrsprachigkeit ist es besonders schwierig zu entscheiden, ob die auffällige Sprache Folge mangelnder Deutschkenntnisse oder einer Sprachstörung ist. Die Gefahr, Sprachentwicklungsstörungen zu übersehen, besteht genauso wie das Risiko, zu viele Kinder als gestört einzuordnen. Wie aber untersucht man die Sprache(n) multilingualer Menschen? Wann ist eine Sprachtherapie und wann eine pädagogische Maßnahme erforderlich? Was ist bei der Beratung zu beachten? In welcher Sprache soll die Therapie erfolgen? Solche und ähnliche Fragen müssen täglich in Arzt- und Sprachtherapie-Praxen beantwortet werden.

 

Voraussetzung dafür ist eine gute Kenntnis der sprachlichen Entwicklung auch von Menschen, die mit mehreren Sprachen und in verschiedenen Kulturen aufwachsen. In den letzten Jahren haben sich viele deutsche und internationale Forschergruppen dieses Themas angenommen. Auf dem dbs-Symposium in Köln werden namhafte Referenten aus Sprach- und Erziehungswissenschaft, Sprachtherapie, Psychologie und Neurologie ihre Ergebnisse zusammentragen und die Folgen für Diagnostik und Therapie mit multilingualen Menschen diskutieren.

 

Mit dabei ist auch die Universität zu Köln. Prof. Dr. Hans-Joachim Motsch, Lehrstuhlinhaber des Departments Rehabilitation und Heilpädagogik und Mit-Organisator der Veranstaltung, bietet seit 2008 an dem von ihm geleiteten Forschungsinstitut kostenfreie Beratungen für Menschen mit Migrationshintergrund an. Dies ist nur eine der Aktivitäten, die mit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages durch die Bezirksregierung, die Stadt und die Universität Köln im April 2008 auf den Weg gebracht wurden. „Seitdem ziehen in Köln drei starke Partner mit dem Aufbau des „Zentrums für Mehrsprachigkeit und Integration“ (ZMI) gemeinsam an einem Strang. Wir freuen uns darauf, diesen für Deutschland bislang einmaligen Weg in die interdisziplinäre Bestandsaufnahme der dbs-Tagung beispielhaft einbringen zu können“, so Prof. Motsch, Mitglied des Kompetenzteams des ZMI.

 

Das vollständige Programm finden Sie unter www.dbs-ev. Weitere Informationen zum 14. dbs-Symposium erhalten Sie bei der dbs-Geschäftsstelle in Moers (info@dbs-ev.de / Tel.: 02841 – 9981910).

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