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Pressemitteilungen des dbs

Die Pressemitteilungen des dbs dienen:

  • der Bekanntmachung von Veranstaltungen, z.B. dem Europäischen Tag der Sprachtherapie

  • der fundierten Stellungnahme zu öffentlich diskutieren Themen

Für Pressemitteilungen bis 2013 nutzen Sie bitte den Link ins Archiv

PRESSEMITTEILUNG Europäischer Tag der Sprachtherapie am 6. März 2019

Autismus verstehen – Kommunikation ermöglichen

 

Beim Wort „Autismus" denken die meisten Menschen an hochbegabte Kinder, die zwar Schwierigkeiten im sozialen Miteinander haben, dafür aber in Sekundenschnelle komplizierte Rechenaufgaben lösen können. Dass autistische Menschen genauso unterschiedlich sind wie nicht-autistische Menschen wird häufig übersehen. Am diesjährigen Europäischen Tag der Sprachtherapie soll daher Verständnis geschaffen werden für ein komplexes Störungsbild.

Autismus ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung und geht mit einer besonderen Organisation und Verschaltung des Gehirns einher. Als Autist wird man geboren und entgegen der weitläufigen Annahme kann man weder im Laufe seines Lebens autistisch werden, noch ist Autismus „heilbar". 6-7 von 1000 Kindern sind autistisch, wobei bei Jungen die Diagnose etwa dreimal häufiger gestellt wird als bei Mädchen.

 

Etwa ein Viertel der autistischen Kinder entwickeln keine Lautsprache und drücken ihre Bedürfnisse und Gefühle ausschließlich über ihr Verhalten aus. Je nach Anlass kann das freudig-positiv oder auch wütend bis aggressiv sein. Durch eine gezielte sprachtherapeutische Behandlung kann auch nicht-sprechenden autistischen Kindern die Kommunikation mit ihrem Umfeld ermöglicht werden: Entweder, indem das Kind nach und nach die Lautsprache entdeckt oder indem alternative Kommunikationssysteme erprobt werden. Dazu zählen Gebärden genauso wie externe Kommunikationshilfen, die von einfachen Bildtafeln bis hin zu komplexen elektronischen Geräten reichen.

 

Immer gilt es, einen Raum für die Bedürfnisse von autistischen Kindern und Erwachsenen zu schaffen. Da autistische Personen Sinneseindrücke anders verarbeiten, kommt es schnell zu einer Reizüberflutung und Überlastung. Reizarme Umgebungen und Rückzugsorte unterstützen daher die Teilhabe an Alltags- und Bildungskultur.

 

Der dbs unterstützt die Forderungen der UN-Behindertenrechtskonvention nach barrierefreier Kommunikation und setzt sich für eine inklusive sprachtherapeutische Versorgung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ein. Der Europäische Tag der Sprachtherapie erinnert jedes Jahr am 6. März daran: Kommunikation ist ein Menschenrecht!

 

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21.02.2018: Unterstützte Kommunikation: Auch wer nicht sprechen kann, hat viel zu sagen!

PRESSSEMITTEILUNG

 

Europäischer Tag der Sprachtherapie am 6. März 2018

Unterstützte Kommunikation: Auch wer nicht sprechen kann, hat viel zu sagen! 

 

Stellen Sie sich vor, Sie wollen „Guten Tag!“sagen, aber diese Worte kommen nicht aus Ihrem Mund. Sie können nicht sprechen, obwohl sie genau wissen, was Sie mitteilen möchten. So geht es Personen, die beispielsweise aufgrund einer schweren Entwicklungsstörung, eines genetischen Syndroms, infolge einer fortschreitenden neurologischen Erkrankung, eines Schädel-Hirn-Traumas oder eines Schlaganfalls keine oder nur unzureichende Lautsprache zur Verfügung haben.

 

Sprechen zu können, ist für die meisten Menschen selbstverständlich, doch nicht allen steht Lautsprache oder die Fähigkeit des Lautsprachgebrauchs in ausreichendem Maße zur Verfügung. Daher macht der Europäische Tag der Sprachtherapie in diesem Jahr darauf aufmerksam, dass Kommunikation auch ohne Lautsprache, nämlich mit Hilfe alternativer Kommunikationsformen möglich ist. Das Fachwissen der sogenannten „Unterstützten Kommunikation (UK)“ zeigt solche Alternativen auf: Dazu zählen Gebärden genauso wie externe Kommunikationshilfen, die von einfachen Bildtafeln bis hin zu komplexen elektronischen Geräten reichen.

 

Akademische SprachtherapeutInnen sind ExpertInnen für die Beratung, Diagnostik und Therapie von Sprach-, Sprech-, Stimm- und Kommunikationsstörungen. Sie unterstützen Menschen ohne Lautsprache und ihr Umfeld, barrierefrei miteinander zu kommunizieren. In enger Zusammenarbeit mit firmenunabhängigen UK-Beratungsstellen werden die Möglichkeiten der Unterstützten Kommunikation gemeinsam mit den PatientInnen und ihrem Umfeld erprobt und festgelegt.

 

Der dbs unterstützt die Forderungen der UN-Behindertenrechtskonvention nach barrierefreier Kommunikation und setzt sich für eine inklusive sprachtherapeutische Versorgung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ein. Der Europäische Tag der Sprachtherapie macht am Beispiel der „Unterstützen Kommunikation“ eindrücklich deutlich: Kommunikation ist ein Menschenrecht!

 

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Poster zum Europäischen Tag der Sprachtherapie 2018

 

 

Hinweis: Ein Umfangreiches Servicepaket für dbs-Mitglieder steht im Mitgliederbereich zur Verfügung!

23.02.2016: Europäischer Tag der Sprachtherapie am 6. März „Was Sprachtherapie kann“: Behandlung von sprechmotorischen Störungen

Mit Cowboy-Hut, verschränkten Armen und einem amüsierten Lächeln blickt Prof. Seemann, Biologe und Firmengründer, in die Kamera. Er ist einer der Patienten, dessen Geschichte in der neuen Fotoausstellung des dbs erzählt wird. „Was Sprachtherapie kann“ (www.dbs-ev.de/was-sprachtherapie-kann.html) zeigt mit ausdrucksstarken Portraits und informativen Texttafeln, wie wirksam moderne Therapien sind und wie sehr sie die Lebensqualität der Betroffenen verbessern.

 

Denn Prof. Seemann ist seit 10 Jahren an Parkinson erkrankt. Eine Folge der Erkrankung ist eine kraftlose, leise und monotone Sprechweise, die das Gesagte häufig unverständlich macht. Fachleute sprechen in diesem Fall von einer Dysarthrie. Dysarthrien gehören genauso wie Sprechapraxien zu den sog. sprechmotorischen Störungen (Sprechstörungen), bei denen die Atmung, die Stimmgebung und die Artikulation beeinträchtigt sein können. Höhere sprachliche Leistungen (z.B. Satzbau, Wortfindung, Lesen und Schreiben) sind anders als bei einer Sprachstörung (Aphasie) aber nicht betroffen.

 

In einer speziell auf ihn abgestimmten, intensiven sprachtherapeutischen Behandlung hat Prof. Seemann gelernt, wieder laut und deutlich zu sprechen. Sowohl seine Freunde als auch die behandelnde Ärztin waren vom Therapieerfolg tief beeindruckt.

 

Am Europäischen Tag der Sprachtherapie am 6. März machen daher Sprachtherapeuten in ganz Europa auf ihr umfangreiches Fachwissen und ihre verschiedenen Spezialisierungen aufmerksam. In diesem Jahr hat der europäische Dachverband nationaler Sprachtherapeutenverbände (cplol) die sprechmotorischen Störungen in den Mittelpunkt gestellt. Denn nicht nur das Beispiel von Prof. Seemann zeigt, wie sehr eine qualifizierte sprachtherapeutische Behandlung die gesellschaftliche Teilhabe der betroffenen Personen sichert. Prof Seemann hat übrigens ein ganz persönliches Fazit gefunden: „Never give up!“

 

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17.02.2016: Pressemitteilung

Inklusion durch Sprachtherapie unterstützen

Symposium und Foto-Ausstellung des dbs an der Leibniz Universität Hannover

 

Inklusion heißt übersetzt „Zugehörigkeit“ und ist ein Menschenrecht, das in der UN-Behindertenrechtskonvention festgeschrieben ist. Alle Menschen – ob mit oder ohne Behinderung – sollen in der Kita, in der Schule, am Arbeitsplatz und in der Freizeit dazugehören können.

 

Welche zentrale Rolle die Sprachtherapie dabei spielt, beleuchtet das 17. Wissenschaftliche Symposium des Deutschen Bundesverbandes der akademischen Sprachtherapeuten e.V. (dbs), das am 26. und 27. Februar 2016 an der Leibniz Universität Hannover stattfindet.

 

Deutsche und internationale ExpertInnen stellen Konzepte und Projekte vor, die zeigen, wie die Inklusion von Menschen mit sprachlich-kommunikativen Beeinträchtigungen durch eine spezifische sprachtherapeutische Unterstützung gelingt.

 

Im Rahmen des Symposiums wird auch die neue Foto-Ausstellung des dbs eröffnet. „Was Sprachtherapie kann“ zeigt mit ausdrucksstarken Porträts von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, wie wirksam moderne Formen der Sprachtherapie sind und wie sehr sie die Lebensqualität der Betroffenen verbessern. Die Ausstellung zeigt die ganze Bandbreite der sprachtherapeutischen Verantwortung und verleiht der dbs-Forderung nach gesellschaftlicher Wertschätzung der sprachtherapeutischen Kompetenz auf treffende Weise Nachdruck.

 

Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie unter www.dbs-ev.de

 

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25.02.2015 Pressemitteilung

Europäischer Tag der Sprachtherapie am 6. März

Mitreden, auch wenn die Worte fehlen: Sprachtherapie bei neurologischen Erkrankungen

 

Eine plötzlich undeutliche Aussprache nach einem Schlaganfall, die immer leiser werdende Stimme bei einer Parkinson-Erkrankung oder zunehmende Wortfindungsstörungen bei Demenz: Neurologische Erkrankungen können die Fähigkeit zur Kommunikation erheblich beeinträchtigen. Der europäische Dachverband nationaler Sprachtherapeutenverbände (cplol) stellt die neurologisch bedingten Sprachstörungen daher in den Mittelpunkt des Europäischen Tags der Sprachtherapie, der wie in jedem Jahr am 6. März begangen wird. ...

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05.02.2015: Pressemitteilung

„Aus der Praxis für die Praxis“: 16. dbs-Symposium in Köln

 

Am 20. und 21. Februar findet in Köln das 16. Symposium des Deutschen Bundesverbandes der akademischen Sprachtherapeuten e.V. (dbs) statt. Der dbs ist der Berufs- und Fachverband  akademisch ausgebildeter Sprachtherapeuten /Logopäden. Akademische Sprachtherapeuten sind spezialisiert auf die Prävention, Diagnostik, Therapie, Beratung und Nachsorge bei Störungen der Sprache, des Sprechens, der Stimme und des Schluckens in allen Altersgruppen.

 

Die bisherigen dbs-Symposien haben aktuelle Forschungsergebnisse und Evidenzdaten zu jeweils einem speziellen sprachtherapeutischen Thema präsentiert. In diesem Jahr erprobt der dbs auf vielfache Anregung eine andere Struktur: Unter dem Motto „Aus der Praxis für die Praxis“ wird wissenschaftlich gesichertes Anwendungswissen in kompakter Form geboten.    mehr

28.02.2014 Pressemitteilung

Europäischer Tag der Sprachtherapie am 6. März
Mehrsprachigkeit: Vielfalt in der Kommunikation

 

In Deutschland leben rund 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Mehr als 10 Prozent der in Deutschland lebenden Kinder sprechen eine andere Muttersprache als Deutsch. Deutschland ist auf dem Weg in eine mehrsprachige Gesellschaft.

 

Mehrsprachigkeit bedeutet vor allem Vielfalt in der Kommunikation, macht der Deutsche Bundesverband der akademischen Sprachtherapeuten (dbs) mit seinen Plakaten zum Europäischen Tag der Sprachtherapie am 6. März deutlich. Damit greift er das internationale Motto „Many languages, Many cultures, One communication!" des europäischen Dachverbands nationaler Sprachtherapeutenverbände (cplol) auf. ...

 

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10.02.2014: Pressemitteilung

Auch wer nicht sprechen kann, hat etwas zu sagen!

15. Wissenschaftliches Symposium des dbs an der Humboldt-Universität zu Berlin

 

Die menschliche Sprachfähigkeit  ist einzigartig. Wir setzen Sprache jeden Tag selbstverständlich und vollkommen automatisiert ein. Was passiert jedoch, wenn im Falle einer Behinderung, eines Unfalls oder einer Erkrankung diese sprachlichen Fähigkeiten verloren gehen oder nicht richtig erworben werden können? In Deutschland leben zahlreiche Menschen mit stark eingeschränkter Lautsprache oder ganz ohne Sprechmöglichkeiten. Das gilt beispielsweise für das Kind, das mit 4 Jahren ohne erkennbare Ursache noch keine Lautsprache produziert, den 8-jährigen Jungen, der sich aufgrund einer cerebralen Bewegungsstörung und einer schweren Sprechstörung im Klassengeschehen nicht mitteilen kann und verhaltensauffällig ist, die 40-jährige Frau mit fortschreitender Sprechstörung (Dysarthrophonie) im Rahmen von ALS, den 63-jährigen Mann nach Schlaganfall mit einer Sprachstörung (Aphasie), der aufgrund einer begleitenden Sprechapraxie keine verständliche Lautsprache produziert. Alle diese Menschen brauchen fachlich kompetente Hilfestellungen. Hier stellen sich jedoch mehrere Fragen: Wer kann Menschen mit schwersten kommunikativen Einschränkungen zu erfolgreicher Kommunikation verhelfen? Und was brauchen diese Menschen: Eine linguistisch fundierte Sprachtherapie oder Unterstützte Kommunikation (UK) oder beides?

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22.04.2013: Pressemitteilung

Logopädie und Sprachtherapie

Einheitliche Standards klinisch-praktischer Ausbildung erarbeitet

dbl und dbs veranstalten gemeinsames Symposium zur evidenzbasierten Praxis

 

(Frechen/Moers, 22. April 2013) Zum 2. Mal führten der Deutsche Bundesverband für Logopädie e.V. (dbl) und der Deutsche Bundesverband der akademischen Sprachtherapeuten e.V. (dbs) am 20. April 2013 ein gemeinsames Forschungs-Symposium durch. Dabei wurde das Grundsatzpapier „Standards für den Erwerb klinisch-praktischer Kompetenzen“ vorgestellt, das einheitliche Rahmenbedingungen für die Ausbildung zur Logopädin/Sprachtherapeutin – unabhängig vom Ausbildungsort – formuliert.

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14.02.2013: Pressemitteilung

Europäischer Tag der Sprachtherapie am 6. März: Förderung und Therapie setzen unterschiedliche Schwerpunkte beim Sprachlernen.

 

Jedes Jahr am 6. März lenkt der europäische Dachverband nationaler Sprachtherapeutenverbände, cplol, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf das breite Spektrum der Kommunikationsstörungen. Der Jahrestag steht für das gemeinsame Ziel aller Sprachtherapeuten in Europa, lebendig und auf hohem fachlichem Niveau Einfluss auf die Gesundheit und die Entwicklung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu nehmen. In Deutschland hat der 6. März 2013 das Motto: „Sprechen, Lesen, Schreiben - spielerisch lernen“. Es erinnert daran, dass Kinder normalerweise beim Spielen, aber auch bei vielen anderen Aktivitäten im Alltag, Sprache wie nebenbei erlernen und, dass das Spiel die Brücke ist, über die Kinder sich die Welt erobern. Ist die Sprachentwicklung aber gestört, brauchen Kinder die gezielte Hilfe von Sprachtherapeuten. Sprachtherapie geht über die spielerische Sprachförderung im allgemein pädagogischen Sinne hinaus.

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