10.02.2026

Wir wissen: Eine Tracheotomie wirkt sich meist ungünstig auf das Schlucken aus. Langfristig liegende Kanülen stören die pharyngeale Schluckphase und gehen mit einer erhöhten Aspirationsrate einher. Zusätzlich kommen motorische und sensorische Defizite im Larynx- und Pharynxbereich dazu. Durch die geblockte Kanüle fehlt der natürliche Luftstrom, der normalerweise mechano-rezeptive Reize liefert und den subglottischen Druck beim Schlucken aufbaut. Genau dieser fehlende Input kann dazu beitragen, dass Schluckreflexe seltener ausgelöst werden und dass mehr Sekret in den Atemwegen verbleibt.
Um diesen Input zur Triggerung des Schluckens genauer zu untersuchen, hat die dänische Forschungsgruppe mit Mohit Kothari und Team 2017 eine explorative Pilotstudie durchgeführt. Das ist eine Studienart, um wenig erforschte Bereiche zu untersuchen und erste Hypothesen zu bilden, um daraus weitere Forschungsfragen entwickeln zu können.
Die Studie fand im Hammel Neurorehabilitationszenter in Kooperation mit der Aarhus Universität statt. Die Frage war: „Kann ein künstlicher Luftstrom direkt unterhalb der Stimmlippen das Schlucken beeinflussen und die Sekretmenge verringern?“ Die Forschenden untersuchten, ob ein extern zugeführter Luftstrom oberhalb des Cuffs einer Trachealkanüle die Schluckfrequenz steigert und die Menge des Sekrets oberhalb des Cuffs reduziert.
Ist das so? Mehr erfahren mit einer neuen Folge LingoScience, dem Logo-Studienpodcast für Besserwisser der Logopädie. LingoScience ist eine Gemeinschaftsproduktion von Lingo Lab und dem dbs.
HIER anhören!
An dieser Stelle können Betroffene oder interessierte Eltern bzw. Angehörige von sprach- und sprechgestörten Menschen Sprachtherapeut:innen in ihrer Nähe finden.
Exklusiv für dbs-Mitglieder:
Aktuelle Informationen, Verträge, Preisvereinbarungen, Servicepapiere etc.