06.03.2026
Sprachtherapie trifft KI: Chancen, Grenzen und Verantwortung

Traditionell ist der 6. März der Europäische Tag der Sprachtherapie. Ausgerufen wird er von der ESLA (European Speech and Language Therapy Association), dem Dachverband der europäischen Sprachtherapie-Verbände.
Ziel ist es, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Sprachtherapie und Logopädie zu lenken, um den Beruf und das vielfältige Behandlungsspektrum bekannter zu machen. Außerdem steht der Jahrestag für das gemeinsame Ziel aller Sprachtherapeutinnen und Sprachtherapeuten, lebendig und auf hohem fachlichen Niveau Einfluss auf die Gesundheit und die Entwicklung von Menschen in jedem Lebensalter zu nehmen.
In diesem Jahr hat die ESLA „Shaping the Future of Speech and Language Therapy with Artificial Intelligence“ als Thema gewählt.
Der dbs hat den Tag unter das deutsche Motto Sprachtherapie trifft KI: Chancen, Grenzen und Verantwortung gestellt.
Künstliche Intelligenz (KI) hält zunehmend Einzug in die Sprachtherapie. Sie kann gesprochene Sprache analysieren, Übungen an individuelle Bedürfnisse anpassen und das Üben zu Hause unterstützen.
Dadurch entstehen neue Chancen: Therapie kann flexibler werden, Wartezeiten lassen sich überbrücken und Therapeut:innen werden bei Auswertung, Dokumentation und Verlaufs- kontrolle entlastet. Besonders für Kinder können spielerische, digitale Anwendungen motivierend sein.
Gleichzeitig hat KI klare Grenzen. Sprache ist mehr als korrekte Grammatik – sie vermittelt Emotionen, Beziehung und Persönlichkeit. Diese menschlichen Aspekte kann KI nur unvollständig erfassen. Dialekte, Mehrsprachigkeit und individuelle Besonderheiten könnten falsch bewertet werden.
Daraus ergibt sich eine besondere Verantwortung: KI darf die Sprachtherapie sinnvoll ergänzen, sie aber nicht ersetzen. Qualifizierte Therapeut:innen sind unerlässlich.
Entscheidend bleibt der Mensch – KI ist ein Werkzeug, kein Gegenüber.
Machen auch Sie auf den Europäischen Tag der Sprachtherapie aufmerksam!
#ETST2026
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An dieser Stelle können Betroffene oder interessierte Eltern bzw. Angehörige von sprach- und sprechgestörten Menschen Sprachtherapeut:innen in ihrer Nähe finden.
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