Sprachtherapie bei Menschen mit Demenz
Miteinander sprechen heißt, miteinander verbunden bleiben.
In der Woche vom 21. bis zum 27.09.2026 soll die Woche der Demenz auf die Bedürfnisse Betroffener aufmerksam machen.
Eine Demenzerkrankung kann die Sprache und Kommunikation zunehmend verändern. Worte werden vergessen, Gespräche fallen schwerer oder die betroffene Person findet nicht mehr so leicht den Zugang zu einem Gespräch. Trotzdem bleibt der Wunsch nach Kontakt, Wertschätzung und Zugehörigkeit bestehen.
Sprachtherapie setzt genau hier an. Im Mittelpunkt steht bei Demenz nicht das Training verlorener Fähigkeiten, sondern der Erhalt von Kommunikation – so lange und so gut wie möglich. Gemeinsam mit den Betroffenen und ihren Angehörigen werden individuelle Wege entwickelt, wie Verständigung im Alltag gelingen kann.
Was Angehörige tun können
- Sprechen Sie ruhig, wertschätzend und auf Augenhöhe.
- Geben Sie ausreichend Zeit zum Antworten und vermeiden Sie, Sätze vorschnell zu vervollständigen.
- Stellen Sie einfache, konkrete Fragen und vermeiden Sie zu viele Informationen auf einmal.
- Greifen Sie auf vertraute Themen, Erinnerungen, Fotos oder Musik zurück um Gespräche zu führen.
- Achten Sie auch auf Mimik, Gestik und Körpersprache – Kommunikation ist mehr als Sprache.
- Korrigieren Sie Fehler nicht ständig. Entscheidend ist, dass die Person sich verstanden und ernst genommen fühlt.
Wenn auch das Schlucken betroffen ist
Im Verlauf einer Demenzerkrankung können zusätzlich Schluckstörungen (Dysphagien) auftreten. Mögliche Anzeichen sind häufiges Verschlucken, Husten beim Essen oder Trinken, auffällig lange Mahlzeiten, nachlassende Freude am Essen oder das gezielte Meiden bestimmter Speisen und Getränke.
Solche Veränderungen sollten fachlich abgeklärt werden. Eine logopädische Schluckdiagnostik kann helfen, mögliche Risiken zu erkennen und gemeinsam mit den Angehörigen geeignete Maßnahmen für ein möglichst sicheres und angenehmes Essen und Trinken zu entwickeln.
Sprachtherapie bedeutet bei Demenz vor allem: Beziehung gestalten, Kommunikation ermöglichen und Lebensqualität erhalten.
HIER geht es zu unserer dbs-Broschüre „Sprachtherapie bei Demenz“.
