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20. Wissenschaftliches Symposium des dbs

Science Slam des dbs-Doktorandennetzwerks
Die dbs-Bundesvorsitzende Katrin Schubert begrüßt die TeilnehmerInnen
Erfolgreich gestartet: das Jubiläumssymposium
dbs-Ehrenmitglied Theo Borbonus hält die Festrede zu 20 Jahre dbs
Konrad Beikircher begeistert auf dem Festabend
Der erste dbs-Science Slam des dbs-Doktorandennetzwerks

Jubiläums-Symposium des dbs in Halle/Saale

 

Der dbs wurde am 23.01.1999 – damals noch als Deutscher Bundesverband der Sprachheilpädagogen – in Hannover gegründet. 20 Jahre später trafen sich die Mitglieder des Deutschen Bundesverband für akademische Sprachtherapie und Logopädie vom 21. – 23.02.2019 in Halle/Saale. Der Titel des Jubiläumssymposiums „Akademische Sprachtherapie – präzise, konkret, virtuos“ weckte Neugier und Interesse. Über 230 Kolleginnen und Kollegen waren der Einladung in die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gefolgt und fühlten sich in den ehrwürdigen Räumen des Löwengebäudes sichtlich wohl.

 

Das Organisations-Team um Prof. Dr. Susanne Voigt-Zimmermann (MLU Halle-Wittenberg), Gabriele Finkbeiner (Vorsitzende des DBKS) und Prof. Dr. Michael Wahl (dbs-Bundesvorsitzender) hatte ein umfangreiches Programm zusammengestellt, das dem Motto der Tagung absolut gerecht wurde.

 

Präzise brachten die ReferentInnen ihre Expertise in insgesamt 10 Vorträge und die anschließenden Diskussionen ein. Zum Auftakt stellte Prof. Dr. Susanne Voigt-Zimmermann (MLU Halle-Wittenberg) vor, wie plastisch die menschliche Stimme ist und welche Veränderungen durch Alter und Erkrankung entstehen können. Dr. Barbara Streicher (Universitätsklinikum Köln) zeigte, wie eine Versorgung mit Cochlea Implantaten die Möglichkeit des Hörens und der Kommunikation eröffnen kann und betonte den richtigen Zeitpunkt der Versorgung genauso wie die erforderliche spezifische Therapie. Prof. Dr. Isabell Wartenburger (Uni Potsdam) präsentierte ausgewählte Projekte der patholinguistischen Forschung und machte die enge Verzahnung von Grundlagen, Theorien, Methoden und der sprachtherapeutischen Praxis deutlich. Dr. Carola de Beer (Uni Potsdam) hat in ihrem klinisch-linguistischen Promotionsprojekt untersucht, wie Personen mit Aphasie Gesten verwenden und zeigte sehr anschaulich, welche Gestenvielfalt sowohl sprachbegleitend als auch sprachersetzend in der Kommunikation zu beobachten ist. Katharina Weiland und Lea Wiehe (HU Berlin) diskutierten die diagnostischen Möglichkeiten bei Lese-Rechtschreib-Störungen in der Grundschule und machten deutlich, dass diese nicht immer eine optimale Aussage- und Vorhersagekraft für eine notwendige therapeutische Versorgung und pädagogische Förderung haben. In ihrem Vortrag zu sprachtherapeutischen Evidenzen bei LKGS-Fehlbildungen präsentierte Dr. Sandra Neumann (Uni Köln) die Ergebnisse eines ersten und in dieser Form einmaligen Intensivcamps. Die dort angewendete Methodenvielfalt hat bei Kindern mit schweren kommunikativen Beeinträchtigungen zu nachhaltigen Verbesserungen geführt. Dr. Bernd Hansen (Europa-Universität Flensburg) und Robert Richter (Logopädische Praxis, Leipzig) sprachen sich für die Flexibilisierung von Leistungen im Rahmen der kassenfinanzierten Stottertherapie aus. Sie diskutierten Pro und Contra intensivtherapeutischer Angebote und präsentierten als Beispiel den VierMalFünf-Therapieansatz. Dr. Andrea Liehs (ZUK Moers) nahm die TeilnehmerInnen mit auf eine Zeitreise durch die therapeutische Versorgung von Kindern mit Mehrfachbehinderungen. Eine optimale Versorgung mit UK-Geräten gelingt vor allem dann, wenn sich alle Beteiligten zum strukturierten Austausch, z.B. im Rahmen von Moderierten Runden Tischen (MoRTi), zusammenfinden.

 

Verschiedene berufspolitische Aspekte unseres Faches beleuchteten der Ehrenvorsitzende und der Geschäftsführer des dbs. Prof. Dr. Volker Maihack (SRH Hochschule Gera) verdeutlichte den Fachkräftemangel anhand von Zahlen zu den Beschäftigten im Gesundheitssystem und zur sich verändernden Patientenstruktur. Die zunehmende Digitalisierung sieht er dabei als weiteres Argument für die grundständige Akademisierung. RA Volker Gerrlich (dbs) sprach über die Zukunft der Berufsverbände und schloss damit den Bogen zu 20 Jahren dbs und seiner Geschichte. Er ordnete die tagesaktuellen Entwicklungen des TSVG ein und plädierte ausdrücklich gegen eine Therapeutenkammer im Heilmittelbereich.

 

Konkret, schnell und überaus kurzweilig war der erste dbs-Science Slam. Die Sprecherinnen des dbs-Doktorandennetzwerks, Jana Quinting und Alexandra Korczezek, hatten fünf Kandidatinnen eingeladen, ihre Promotionsprojekte zu präsentieren: In 3 Minuten, mit 3 Folien und einer Online-Publikumsabstimmung am Ende. Alle Vortragenden machten ihre Sache ausgezeichnet; gewonnen hat schließlich Sandra Martin (MPI Leipzig) mit ihrem Slam über Stimulationsmethoden bei Aphasie. Ähnlich auf den Punkt waren die wissenschaftlichen Poster, die in den Kaffeepausen gezeigt wurden. Auch hier lud die fachliche Vielfalt zum Austausch ein und hat sicherlich den ein oder anderen neuen Kontakt hervorgebracht.

 

Virtuos wurde es an ganz unterschiedlichen Stellen: Natürlich bei der wunderbaren musikalischen Eröffnung des Symposiums durch die a cappella Gruppe Elsa K. und bei den Sprach-, Sprech- und Singübungen, mit denen die Gastgeberin Susanne Voigt-Zimmermann so manche technische Panne spontan-charmant überbrückte. Noch mehr Virtuosität dann beim Festabend zum 20. Jubiläum: dbs-Ehrenmitglied Theo Borbonus fasste in seiner Rede die Meilensteine der dbs-Geschichte äußerst unterhaltsam zusammen, das Moderations-Duo Susanne Voigt-Zimmermann und Bernd Frittrang sammelte Glückwünsche ein und Konrad Beikircher gab einen Crashkurs in „Rheinländisch“ und anderen Dialekten. Zu späterer Stunde war die Tanzfläche voll und die verschiedenen dbs-Generationen und unsere Gäste amüsierten sich prächtig.

 

Ein gelungenes Symposium also, mit einem Blick zurück, aber vor allem vielen positiven Ausblicken in die nächste Zeit. Happy Birthday, lieber dbs!

 

Prof. Dr. Michael Wahl & Judith Heide

 

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