Europäischer Tag der Sprachtherapie 6. März 2026

Veranstaltungen für Arbeitnehmer:innen

Rückblick Arbeitnehmer:innen-Tag, 14.11.2025 (in leichter Sprache)

Am Freitag saßen wir vor dem Computer.

Wir schauten zu.

Wir hörten zu.

Viele Leute waren da.

 

Zuerst kam Berufspolitik.

Frau Höll war da.

Frau Höll ist Rechtsanwalt bei uns.

Mit Frau Höll geht es gerecht zu.

Sie erzählt über

  • Kassen-Verhandlungen
  • Direkt-Zugang und Blanko-Verordnung
  • Therapie-Gipfel
  • Fortbildungen

Das war schwierig.

Viele Leute hatten Fragen.

Frau Höll antwortet.

Und weiß alles.

Alle waren informiert.

Danke!

 

Dann sprichtFrau Bröcheler über Leichte Sprache

Sie ist Lehrer für Leichte Sprache.

Sie spricht über:

  • Regeln
  • Bücher
  • Wo wir Hilfe finden, zum Beispiel im Internet

Wir arbeiten in Gruppen.

Und hören zu.

Die Leute finden es toll.

Danke!

 

Ute und Stephi finden es auch schön.

Und freuen sich.

 

Ute Hentschker-Ott und Stephanie Parau

Arbeitnehmer:innen-Tag 2025 am 14.11.2025

Mitmachworkshop "Leichte Sprache“ und berufspolitische Informationen für Arbeitnehmer:innen

Der diesjährige dbs-Arbeitnehmer:innen-Tag findet am Freitag, 14. November 2025, von 12 – 17.30 Uhr, online via Zoom statt. Alle Arbeitnehmer:innen im dbs sind schon jetzt herzlich eingeladen!

Der Ablauf im Überblick:

  • 12.00 bis 14.00 Uhr: Aktuelles zur Berufspolitik mit Jasmin Höll (Justitiarin des dbs)
  • 14.00 bis 14.30 Uhr: Pause
  • 14.30 bis 17.30 Uhr: Mitmachworkshop "Leichte Sprache" mit Ilka Bröcheler

Um 12 Uhr starten wir mit der Berufspolitik und aktuellen Informationen des Verbands. Wir freuen uns auf dbs-Justitiarin RAin Jasmin Höll, die über die laufenden Themen informieren wird und für Fragen zur Verfügung steht. 

Anschließend folgt von 14.30 – 17.30 Uhr der Mitmach-Workshop "Leichte Sprache" mit Ilka Bröcheler:

Viele Menschen haben Schwierigkeiten unsere Standardsprache zu verstehen. Das kennen wir aus unserem therapeutischen Alltag. Einige verstehen nur Schlüsselwörter, andere verstehen bei langen Sätzen nur einen Teil des Satzes. Nicht selten kommt es in der Folge zu Missverständnissen, Verhaltensauffälligkeiten oder auch zu Ausgrenzung und Benachteiligung.

Wie können wir dem Entgegenwirken und unsere Sprache in der Therapie entsprechend anpassen und „leicht“ machen? Welche sprachlichen Grundsätze sollten wir beachten? Welche Werkzeuge existieren?

Im Mitmachworkshop werden die wichtigsten Regeln für Leichte Sprache erklärt und ein webbasiertes Lexikon für Leichte Sprache vorgestellt. Zudem werfen wir einen Blick auf KI gestützte Übersetzungstools.

Ilka Bröcheler ist akademische Sprachtherapeutin und seit 2013 im Zentrum für Sprachtherapie Moers GmbH (ZfS) mit den Schwerpunkten komplexe Sprachentwicklungsstörungen und Unterstützte Kommunikation tätig. Zudem ist sie Dozentin mit dem Fokus auf das Thema „Leichte Sprache“ und unterstützte 2023 den dbs-FIlm als „darstellende Therapeutin“ (https://www.youtube.com/watch?v=IRGTz46-F7M).

Sie erhalten für die Teilnahme am Workshop zwei Fortbildungspunkte. Die Kosten für die Veranstaltung trägt der dbs, sie ist daher für dbs-Mitglieder kostenlos und dbs-Mitgliedern vorbehalten.

Die Anmeldung ist ab sofort per E-Mail an info@dbs-ev.de möglich. Bitte geben Sie Ihren Namen, Ihre Mitgliedsnummer und Ihr Geburtsdatum (für die Teilnahme-Bescheinigung) an. Weitere Informationen erhalten Sie im Anschluss per Mail.

Wir freuen uns sehr auf Ihr (virtuelles) Kommen! 

Ihr Beirat für Arbeitnehmer:innen
Stephanie Parau und Ute Hentschker-Ott 

Online-Klinikstammtisch

Neuerungen zum Online-Klinikstammtisch des dbs:

Das Angebot der Arbeitnehmer:innenvertretung bzgl. des Online-Klinikstammtisches ist auch für Praxisinhaber:innen geöffnet!

Sie sind interessiert? Anmeldedetails werden (wie gewohnt) ca. 4 Wochen vorher auf der dbs-Homepage und im dbs-Newsletter veröffentlicht.

Anmeldungen gehen an Ute Hentschker-Ott 

Alle Termine und Ankündigungen finden Sie auf der Seite der dbs-Vertreter:innen.

 

Bitte vormerken: 15. Klinikstammtisch, online;  Donnerstag, 11.09.2025, 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr.

Drei Jahre Online-Klinikstammtisch

Am Donnerstag, 12. Dezember 2024, war es endlich wieder so weit: Stammtischzeit!

In kleiner Runde trafen wir uns via Zoom zum Austausch, zum Jahresrückblick auf 2024 und zum Ausblick auf das Jahr 2025.

Einheitlich berichteten die Teilnehmerinnen von massiv schwankenden Anmeldezahlen in ihrem jeweiligen Arbeitsfeld, was vielfach zu Irritationen und Unbeständigkeit führt, da teilweise die vertraglich vereinbarten Arbeitsstunden nicht erbracht werden können. Hier wurden spezielle Lösungen notwendig, beispielsweise Umstrukturierungen wie der Einsatz in anderen Häusern oder die Rückversetzung in das ehemaligen Tätigkeitsfeld (Akutbereich <-> Rehabereich etc.), allerdings entstand dadurch auch viel Unruhe, da Planungssicherheit, sowohl beruflich als auch privat, fehlte.

Nach wie vor ist im Arbeitsfeld der Kliniktätigkeit eine „Schlacht“ der Kliniken zu beobachten, die Wirtschaftlichkeitsfrage, geplante und drohende Zusammenschlüsse sowie Wettbewerbsdenken gestalten das therapeutische Arbeiten schwierig. Aber nicht nur das, sogar in den Verwaltungsbereichen der Krankenhäuser wird diese Unsicherheit deutlich, beispielsweise bei der Bewältigung der sogenannten täglichen Routinetätigkeiten.

Die Problematik des Therapeut:innenmangels führt, nach Aussage mehrerer Teilnehmerinnen, mittlerweile zu noch mehr Druck, da man sich in ständiger Abwägung mit dem eventuellen eigenen Fehlen befindet: Darf ich mich arbeitsunfähig melden? Was ist, wenn eine Schwangerschaft eintritt? Ist es rücksichtslos, Freistellungen für Fortbildungstage zu beantragen? Was mute ich den Kolleg:innen zu, wenn ich fehle? Hier konnten sich die Anwesenden gegenseitig sehr gut stützen und beraten, nicht zuletzt, da einige Therapeutinnen bereits auf ein längeres Arbeitsleben zurückblicken.  

Das Thema der ambulanten Schluckuntersuchung nahm ebenfalls wieder großen Raum ein. Hier ging es um lange Wartezeiten, die Kompliziertheit der Wege zur Diagnostik sowie die Kompetenz der Untersuchenden.

Ein weiteres problematisches Themengebiet waren die Zertifikate und Bescheinigungen (Absaugen, Diagnostik, Durchführung der FEES; gegebenenfalls Rezertifizierungen), die mehr und mehr nachgewiesen werden müssen, um im Dysphagiebereich weiter tätig sein zu können. Fallstricke wurden erklärt, Fristhinweise und Möglichkeiten der Kostenvermeidung gegeben.

Klar wurde aber auch, und hier wurde noch einmal Dank an den Berufsverband für die sehr gute inhaltliche Arbeit ausgesprochen, dass, wie so oft im Leben, Krisen, Schwierigkeiten oder Hürden auch positiv gesehen werden können: Das Arbeitsfeld Sprachtherapie bekommt seit geraumer Zeit mehr Aufmerksamkeit - geplante Vollakademisierung, neue Tätigkeitsfelder kommen hinzu, der Arbeitsradius wird größer, interessanter, ärztliche Kolleg:innen bitten vermehrt um Zusammenarbeit! Dies führt zu mehr Ansehen, Wertschätzung und langfristig (hoffentlich) zu einer höheren Vergütung.

Einig war man sich, dass das, obgleich eines steinigen Weges, gute Aussichten sind.

Im letzten Teil des Abends berichtete Lisa Mayer von ihrer Zusammenarbeit mit der Gruppe „Health for future“, deren Schwerpunkt auf der planetaren Gesundheit liegt. Die Kollegin wird im dbs als diesbezügliche Vertreterin eine Arbeitsgruppe gründen, um den Gedanken und die Ziele auch im Bereich der Sprachtherapie weitertragen und umsetzen zu können. Bei Interesse melden Sie sich gerne bei uns oder in der Geschäftsstelle in Moers.

Fazit des Abends (heute als Zitat einer Teilnehmerin): „Der Klinikstammtisch ist wie eine kleine Psychotherapie, hier erfahre ich, dass meine Probleme in ganz Deutschland ähnlich sind, dass es anderen Kolleg:innen ebenso ergeht und es nicht (immer) an dem Unternehmen, in dem ich tätig bin, liegt, wenn es Schwierigkeiten gibt!“

Arbeitnehmer:innen-Tag 2024 am 25.10.2024:

Aktuelle Berufspolitik und Mitmachworkshop "KI in der Sprachtherapie" 

Der diesjährige dbs-Arbeitnehmer:innen-Tag fand am Freitag, 25. Oktober 2024 online statt.

Zu Beginn informierte dbs-Justitiarin RAin Jasmin Höll über aktuelle Themen wie die Erfassung von Arbeitsstunden, Arbeitszeitkonto, Bonusregelung, Krankenhausreform, Vertrags und Vergütungsverhandlungen. Im Anschluss konnten im Plenum Fragen zu den Themen geklärt werden. Vielen Dank Frau Höll!

Anschließend folgte der Mitmach-Workshop "KI in der Sprachtherapie" mit Frau Dr. Karin Reber statt: Die ausgebuchte Veranstaltung führte die Teilnehmer:innen von der ganz einfachen „Handtaschen-KI“ über die Suche mit Hilfe von KI bis hin zu Sprachmodellen wie ChatGPT. Material und Bilder für die Therapie wurden erstellt oder auch (simultan) übersetzt mit Hilfe von DeepL. Alles konnte sofort selbst ausprobiert werden. Mittels eines Padlets können die Teilnehmer:innen auch im Nachgang der Veranstaltung weiter ausprobieren und Ideen für die Therapie sammeln. Auch wurden die Grenzen und Gefahren der KI beleuchtet. Die Dozentin beeindruckte durch ein unglaublich breites und profundes Wissen, dass sie didaktisch bestens aufbereitet an die Teilnehmer:innen bringen konnte. Wir waren beeindruckt in welch kurzer Zeit wir einen Überblick über KI in der Sprachtherapie erhalten haben und gleichzeitig das Wissen anwenden konnten. Das Bild oben entstand durch die Anleitung in der Veranstaltung (Chat GPT, Eingabe: „Bitte erstelle eine Zeichnung zum Thema KI Sprache Therapie und Arbeitnehmerrechte“)

Abschließend: Sprachtherapie ist, Stand heute, zu null Prozent automatisierbar (vgl. https://job-futuromat.iab.de/), aber wir können die KI für unsere Arbeit hervorragend nutzen.

Danke an Frau Dr. Karin Reber für diesen sehr gelungenen Workshop!

Ihr Beirat für Arbeitnehmer:innen
Stephanie Parau und Ute Hentschker-Ott 

11. Klinikstammtisch online: After-work-Meeting mit Wissenszuwachs, Netzwerken und Freude an Gemeinschaft

In vertrauter Runde, die doch aber immer wieder auch neue Mitglieder birgt, fanden wir uns nach drei Monaten wieder zusammen. Zunächst starteten wir mit einer Einstiegsrunde: Der Auftrag: „Mein Schlagwort zu diesem Sommer". Die Teilnehmenden hatten interessante und äußerst unterschiedliche Leitworte zu bieten:

Anstrengung, Kreativität, Sommerliebe, Hitze, Insolvenzen ( s. u.), um nur einige Beispiele zu nennen.

Inhaltliche Themen der Sitzung waren zunächst die Krankenhausreform und die allseits ‚beliebten‘ Fallzahlen. Hier zeigten sich wieder einmal die Veränderungen im Therapiealltag wie der Wechsel von Qualität zur Quantität, um die Wirtschaftlichkeitsperspektive der Kliniken umzusetzen, im Unterschied zum reellen Therapiebedarf jedes Einzelnen. Aufgrund von Streichungen und niedrigerem Patientenaufkommen im Krankenhaussetting (Insolvenzen aufgrund von Klinikzusammenlegungen und Schwerpunktbildungen), Therapeut:innenmangel etc.) erfahren die angegliederten Praxen eine Reduzierung ihres Einkommens, was selbstredend Auswirkungen auf die Mitarbeitenden hat. Hier sei beispielsweise das Nichterfüllenkönnen des vertraglich geregelten monatlichen Stundenumfangs bzw. eine zwangsläufig plötzlich reduzierte Gehaltszahlung genannt.

Hier schloss sich direkt ein reger Austausch im Hinblick auf das Für und Wider der Tätigkeit im Krankenhaus an: abwechslungsreiche Tätigkeit, Möglichkeiten des direkteren interdisziplinären Austauschs, bessere Diagnostik und Befundung im Gegensatz zur Praxistätigkeit mit vielen Therapieabsagen, schwierigeren Absprachemöglichkeiten und Hausbesuchsfahrten. Auch das Thema Wochenenddienste/ Rufbereitschaft, welches schon öfter Schwerpunktthema im Rahmen des Klinikstammtischs war, tauchte in dieser speziellen Diskussion wieder auf und wurde intensiviert: Wie ist die Abrechnung/ die Bezahlung für die Praxen und die vor Ort tätigen Mitarbeiter:innen? Welcher Aufwand wird anerkannt? Ist eine Anwesenheit am Arbeitsplatz notwendig?

Einige Kolleg:innen konnten aus dem eigenen Berufsleben berichten, da sie praktische Erfahrungen sowohl in ambulanter Praxis als auch in einer Klinik aufweisen konnten. Aus Sicht der Teilnehmenden kann keine allgemeingültige, rationale Empfehlung für oder gegen die Tätigkeit als Sprachtherapeut:in in einer Klinik geben werden, es ist, wie so oft im Leben, persönlichkeitsabhängig, wie man sich entscheidet.

Abschließend wurde noch kurz über das Entlassmanagement (Beendigung Klinikaufenthalt=> ambulante Weiterversorgung) und dessen Umsetzbarkeit gesprochen. Viele Ärzte kennen das Procedere nicht, den Praxen ist es oft nicht möglich ad hoc viele Therapien für eine einzelne Person in kürzester Zeit einzuplanen. Auch tauschten wir uns kurz über die Möglichkeiten und Grenzen der ambulanten FEES aus, hier zeigte sich wieder einmal großer Redebedarf: Qualität der Untersuchungen, Weiterleitung der Befunde , die oft nicht zu überwindenden Entfernungen, etc.

Fazit des Abends: gelungener Austausch, Kontaktaufnahme zwecks Netzwerkarbeit einzelner Teilnehmenden untereinander, großer Gewinn durch gegenseitige Beratung und Austausch!

Herzliche Grüße
Marion Zielinski, Ute Hentschker-Ott

Nächster Klinikstammtisch: Donnerstag, 12. Dezember 2024 (18.30 Uhr bis 20.30 Uhr, online)

10. Online-Klinikstammtisch

In lockerer Runde trafen sich die Interessierten am 13.06.2024 wieder zum gemeinsamen Austausch. Eine Teilnehmerin schaltete sich sogar von Sardinien aus zu, was uns alle sehr gefreut hat, zeigt dies doch, dass dieses informelle Treffen mittlerweile fest etabliert ist.

An diesem Abend stellte Jennifer Linkmeyer, Physiotherapeutin und ehrenamtliches Mitglied der Gruppe „Health for future“, ihre Arbeit sowie die Ziele der Gruppe vor und hielt einen Vortrag zum Thema der planetaren Gesundheit. Der Gesundheitssektor ist laut der Organisation „Health Care Without Harm“ für gut 5 % des bundesweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich. Die Referentin stellte sehr anschaulich die Bandbreite der Auswirkungen des Klimawandels dar (höhere Anzahl an Atemwegserkrankungen, Schlaganfällen, Frühgeburten etc.) und zeigte einzelne niederschwellige Handlungsmöglichkeiten im (Arbeits-) Bereich eines jeden Einzelnen von uns auf: Wechsel vom Auto auf den öffentlichen Personennahverkehr, Nutzung eines Jobrades, Einsatz wiederverwendbarer Materialien in der Therapie, Mülltrennung, um nur einige Beispiele zu nennen.

Die anschließende Diskussion zeigte noch einmal die Brisanz des Thema und wie dringlich das Handeln auf ganz vielen Ebenen ist -  und wie einfach doch schon im Kleinen umsetzbar! Ein weiterer wichtiger Punkt war die Teilhabe unserer Patient:innen an diesem wichtigen Vorgehen: Sie sind eingeschränkt in ihren kommunikativen Kompetenzen und häufig auch in finanzieller Hinsicht. Wichtige Faktoren, um sich diesbezüglich einbringen zu können. ´ökologische Teilhabe´ ist somit nicht oder kaum möglich. Hier besteht ebenfalls dringender Handlungsbedarf, zu dem wir Therapeut:innen ebenfalls aufgerufen sind.

Fazit, mit den Worten von Stefan Zweig: "Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern."

 

Ute Hentschker- Ott, Beirat Arbeitnehmer:innen im dbs,
Marion Zielinski, dbs- Vertreterin für Arbeitnehmer: innen, Großraum Kassel-Brilon-Paderborn

Save the dates:
nächster Klinikstammtisch: Donnerstag, 5.9.2024, 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr
Arbeitnehmer:innentag: Freitag, 25.10.2024: Berufspolitische Informationen & Mitmachworkshop "KI in der Sprachtherapie", online (Zoom), 8.00 - 13.00 Uhr

9. Online-Klinikstammtisch, 14. März 2024 | Vorab: ein rundum gelungener Austausch!

Neue und bekannte ´Gesichter` trafen sich zum ersten Klinikstammtisch des Jahres 2024.

„Wenn ich nicht scheitern könnte und alles möglich wäre, was würde ich sofort in meinem beruflichen Alltag verändern?“ - so die Eingangsfrage des Abends an die Teilnehmenden.

Ein breites Spektrum an (verborgenen ) Wünschen kam zum Vorschein:
radikale Abschaffung der Heilmittelverordnungen, der DRGs, Verbesserung der interdisziplinären  Kommunikation, mehr Therapieräume, Schulungen hinsichtlich unseres Arbeitsfeldes für das Pflegepersonal, neue Konsistenzen für die Testung mittels FEES finden, ein einheitliche Dokumentationswesen etablieren, mehr Personal, Abschaffung der Wochenenddienste und nicht zuletzt, dass es im therapeutischen Handlungsfeld nicht hauptsächlich um das Thema Geld geht und die Qualität ins Abseits rutscht.

Auch kristallisierte sich eine Unzufriedenheit hinsichtlich der Gelderverteilung in den Kliniken in Bezug auf die einzelnen Fachrichtungen heraus- Konsens war, dass im sprachtherapeutischen Bereich anteilig deutlich weniger Mittel für Neuanschaffungen zur Verfügung stehen als beispielsweise in den physiotherapeutischen Abteilungen.

Die vielfältigen Veränderungswünsche boten direkt eine gute Diskussionsbasis. Auffällig war wieder einmal, dass bestimmte Themen in regelmäßigen Abständen immer erneut diskutiert werden, mitunter sogar seit Jahren in den Einrichtungen Gegenstand des Austauschs sind.

Weitere Themen des Abends:

Der Aufbau einer Schluckambulanz (diesbezüglich wurden Fragen hinsichtlich Organisation, Koordination und Finanzierung/ Abrechnungsmodalitäten gestellt), die sprachtherapeutische Testung im Akutkrankenhaus (Aphasie-Check-Liste (ACL), Aphasie-Schnell-Test (AST), Bielefelder Aphasie Screening Akut & Reha (BIAS A&R), der Einsatz von Konsistenzen, Färbefarben und Geschmacksreizen bei der Schluckuntersuchung sowie das aktuelle Thema „Apps in der Sprachtherapie“, hier am Beispiel von Neolexon.

Außerdem berichtete eine Teilnehmerin über ihre Arbeit im Bereich Stimmrehabilitation mittels nicht-invasiver Sensortechnologie: Diese kann stumme Sprechbewegungen detektieren und charakterisieren. Nachfolgend sollen diese in Echtzeit in hörbare Sprache verwandelt werden. Geforscht und entwickelt wird derzeit für kehlkopflose Menschen (nach Tumor-OP).

Fazit: spannende Diskussionen, Wissensaustausch, Erweiterung des fachlichen Horizonts, Netzwerke sind wichtig!

Danke an alle Teilnehmenden für die Mitgestaltung des gelungenen Onlinetreffens.

Ute Hentschker-Ott

Rückblicke: Arbeitnehmer:innentage & Aktivitäten

Die Arbeitnehmer:innenvertretung des dbs veranstaltet regelmäßig Arbeitnehmer:innentage zu allen aktuellen berufspolitischen Themen für Arbeitnehmer:innen.

Hier finden Sie Informationen über die bisherigen Arbeitnehmer:innentage und Aktivitäten des dbs-Beirats für Arbeitnehmer:innen.

Therapeut:innenverzeichnis

An dieser Stelle können Betroffene oder interessierte Eltern bzw. Angehörige von sprach- und sprechgestörten Menschen Sprachtherapeut:innen in ihrer Nähe finden.

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