20 Jahre Herbsttreffen Patholinguistik

Rückblicke: Arbeitnehmer:innentage & Aktivitäten

Drei Jahre Online-Klinikstammtisch

Am Donnerstag, 12. Dezember 2024, war es endlich wieder so weit: Stammtischzeit!

In kleiner Runde trafen wir uns via Zoom zum Austausch, zum Jahresrückblick auf 2024 und zum Ausblick auf das Jahr 2025.

Einheitlich berichteten die Teilnehmerinnen von massiv schwankenden Anmeldezahlen in ihrem jeweiligen Arbeitsfeld, was vielfach zu Irritationen und Unbeständigkeit führt, da teilweise die vertraglich vereinbarten Arbeitsstunden nicht erbracht werden können. Hier wurden spezielle Lösungen notwendig, beispielsweise Umstrukturierungen wie der Einsatz in anderen Häusern oder die Rückversetzung in das ehemaligen Tätigkeitsfeld (Akutbereich <-> Rehabereich etc.), allerdings entstand dadurch auch viel Unruhe, da Planungssicherheit, sowohl beruflich als auch privat, fehlte.

Nach wie vor ist im Arbeitsfeld der Kliniktätigkeit eine „Schlacht“ der Kliniken zu beobachten, die Wirtschaftlichkeitsfrage, geplante und drohende Zusammenschlüsse sowie Wettbewerbsdenken gestalten das therapeutische Arbeiten schwierig. Aber nicht nur das, sogar in den Verwaltungsbereichen der Krankenhäuser wird diese Unsicherheit deutlich, beispielsweise bei der Bewältigung der sogenannten täglichen Routinetätigkeiten.

Die Problematik des Therapeut:innenmangels führt, nach Aussage mehrerer Teilnehmerinnen, mittlerweile zu noch mehr Druck, da man sich in ständiger Abwägung mit dem eventuellen eigenen Fehlen befindet: Darf ich mich arbeitsunfähig melden? Was ist, wenn eine Schwangerschaft eintritt? Ist es rücksichtslos, Freistellungen für Fortbildungstage zu beantragen? Was mute ich den Kolleg:innen zu, wenn ich fehle? Hier konnten sich die Anwesenden gegenseitig sehr gut stützen und beraten, nicht zuletzt, da einige Therapeutinnen bereits auf ein längeres Arbeitsleben zurückblicken.  

Das Thema der ambulanten Schluckuntersuchung nahm ebenfalls wieder großen Raum ein. Hier ging es um lange Wartezeiten, die Kompliziertheit der Wege zur Diagnostik sowie die Kompetenz der Untersuchenden.

Ein weiteres problematisches Themengebiet waren die Zertifikate und Bescheinigungen (Absaugen, Diagnostik, Durchführung der FEES; gegebenenfalls Rezertifizierungen), die mehr und mehr nachgewiesen werden müssen, um im Dysphagiebereich weiter tätig sein zu können. Fallstricke wurden erklärt, Fristhinweise und Möglichkeiten der Kostenvermeidung gegeben.

Klar wurde aber auch, und hier wurde noch einmal Dank an den Berufsverband für die sehr gute inhaltliche Arbeit ausgesprochen, dass, wie so oft im Leben, Krisen, Schwierigkeiten oder Hürden auch positiv gesehen werden können: Das Arbeitsfeld Sprachtherapie bekommt seit geraumer Zeit mehr Aufmerksamkeit - geplante Vollakademisierung, neue Tätigkeitsfelder kommen hinzu, der Arbeitsradius wird größer, interessanter, ärztliche Kolleg:innen bitten vermehrt um Zusammenarbeit! Dies führt zu mehr Ansehen, Wertschätzung und langfristig (hoffentlich) zu einer höheren Vergütung.

Einig war man sich, dass das, obgleich eines steinigen Weges, gute Aussichten sind.

Im letzten Teil des Abends berichtete Lisa Mayer von ihrer Zusammenarbeit mit der Gruppe „Health for future“, deren Schwerpunkt auf der planetaren Gesundheit liegt. Die Kollegin wird im dbs als diesbezügliche Vertreterin eine Arbeitsgruppe gründen, um den Gedanken und die Ziele auch im Bereich der Sprachtherapie weitertragen und umsetzen zu können. Bei Interesse melden Sie sich gerne bei uns oder in der Geschäftsstelle in Moers.

Fazit des Abends (heute als Zitat einer Teilnehmerin): „Der Klinikstammtisch ist wie eine kleine Psychotherapie, hier erfahre ich, dass meine Probleme in ganz Deutschland ähnlich sind, dass es anderen Kolleg:innen ebenso ergeht und es nicht (immer) an dem Unternehmen, in dem ich tätig bin, liegt, wenn es Schwierigkeiten gibt!“

Arbeitnehmer:innen-Tag 2024 am 25.10.2024:

Aktuelle Berufspolitik und Mitmachworkshop "KI in der Sprachtherapie" 

Der diesjährige dbs-Arbeitnehmer:innen-Tag fand am Freitag, 25. Oktober 2024 online statt.

Zu Beginn informierte dbs-Justitiarin RAin Jasmin Höll über aktuelle Themen wie die Erfassung von Arbeitsstunden, Arbeitszeitkonto, Bonusregelung, Krankenhausreform, Vertrags und Vergütungsverhandlungen. Im Anschluss konnten im Plenum Fragen zu den Themen geklärt werden. Vielen Dank Frau Höll!

Anschließend folgte der Mitmach-Workshop "KI in der Sprachtherapie" mit Frau Dr. Karin Reber statt: Die ausgebuchte Veranstaltung führte die Teilnehmer:innen von der ganz einfachen „Handtaschen-KI“ über die Suche mit Hilfe von KI bis hin zu Sprachmodellen wie ChatGPT. Material und Bilder für die Therapie wurden erstellt oder auch (simultan) übersetzt mit Hilfe von DeepL. Alles konnte sofort selbst ausprobiert werden. Mittels eines Padlets können die Teilnehmer:innen auch im Nachgang der Veranstaltung weiter ausprobieren und Ideen für die Therapie sammeln. Auch wurden die Grenzen und Gefahren der KI beleuchtet. Die Dozentin beeindruckte durch ein unglaublich breites und profundes Wissen, dass sie didaktisch bestens aufbereitet an die Teilnehmer:innen bringen konnte. Wir waren beeindruckt in welch kurzer Zeit wir einen Überblick über KI in der Sprachtherapie erhalten haben und gleichzeitig das Wissen anwenden konnten. Das Bild oben entstand durch die Anleitung in der Veranstaltung (Chat GPT, Eingabe: „Bitte erstelle eine Zeichnung zum Thema KI Sprache Therapie und Arbeitnehmerrechte“)

Abschließend: Sprachtherapie ist, Stand heute, zu null Prozent automatisierbar (vgl. https://job-futuromat.iab.de/), aber wir können die KI für unsere Arbeit hervorragend nutzen.

Danke an Frau Dr. Karin Reber für diesen sehr gelungenen Workshop!

Ihr Beirat für Arbeitnehmer:innen
Stephanie Parau und Ute Hentschker-Ott 

11. Klinikstammtisch online: After-work-Meeting mit Wissenszuwachs, Netzwerken und Freude an Gemeinschaft

In vertrauter Runde, die doch aber immer wieder auch neue Mitglieder birgt, fanden wir uns nach drei Monaten wieder zusammen. Zunächst starteten wir mit einer Einstiegsrunde: Der Auftrag: „Mein Schlagwort zu diesem Sommer". Die Teilnehmenden hatten interessante und äußerst unterschiedliche Leitworte zu bieten:

Anstrengung, Kreativität, Sommerliebe, Hitze, Insolvenzen ( s. u.), um nur einige Beispiele zu nennen.

Inhaltliche Themen der Sitzung waren zunächst die Krankenhausreform und die allseits ‚beliebten‘ Fallzahlen. Hier zeigten sich wieder einmal die Veränderungen im Therapiealltag wie der Wechsel von Qualität zur Quantität, um die Wirtschaftlichkeitsperspektive der Kliniken umzusetzen, im Unterschied zum reellen Therapiebedarf jedes Einzelnen. Aufgrund von Streichungen und niedrigerem Patientenaufkommen im Krankenhaussetting (Insolvenzen aufgrund von Klinikzusammenlegungen und Schwerpunktbildungen), Therapeut:innenmangel etc.) erfahren die angegliederten Praxen eine Reduzierung ihres Einkommens, was selbstredend Auswirkungen auf die Mitarbeitenden hat. Hier sei beispielsweise das Nichterfüllenkönnen des vertraglich geregelten monatlichen Stundenumfangs bzw. eine zwangsläufig plötzlich reduzierte Gehaltszahlung genannt.

Hier schloss sich direkt ein reger Austausch im Hinblick auf das Für und Wider der Tätigkeit im Krankenhaus an: abwechslungsreiche Tätigkeit, Möglichkeiten des direkteren interdisziplinären Austauschs, bessere Diagnostik und Befundung im Gegensatz zur Praxistätigkeit mit vielen Therapieabsagen, schwierigeren Absprachemöglichkeiten und Hausbesuchsfahrten. Auch das Thema Wochenenddienste/ Rufbereitschaft, welches schon öfter Schwerpunktthema im Rahmen des Klinikstammtischs war, tauchte in dieser speziellen Diskussion wieder auf und wurde intensiviert: Wie ist die Abrechnung/ die Bezahlung für die Praxen und die vor Ort tätigen Mitarbeiter:innen? Welcher Aufwand wird anerkannt? Ist eine Anwesenheit am Arbeitsplatz notwendig?

Einige Kolleg:innen konnten aus dem eigenen Berufsleben berichten, da sie praktische Erfahrungen sowohl in ambulanter Praxis als auch in einer Klinik aufweisen konnten. Aus Sicht der Teilnehmenden kann keine allgemeingültige, rationale Empfehlung für oder gegen die Tätigkeit als Sprachtherapeut:in in einer Klinik geben werden, es ist, wie so oft im Leben, persönlichkeitsabhängig, wie man sich entscheidet.

Abschließend wurde noch kurz über das Entlassmanagement (Beendigung Klinikaufenthalt=> ambulante Weiterversorgung) und dessen Umsetzbarkeit gesprochen. Viele Ärzte kennen das Procedere nicht, den Praxen ist es oft nicht möglich ad hoc viele Therapien für eine einzelne Person in kürzester Zeit einzuplanen. Auch tauschten wir uns kurz über die Möglichkeiten und Grenzen der ambulanten FEES aus, hier zeigte sich wieder einmal großer Redebedarf: Qualität der Untersuchungen, Weiterleitung der Befunde , die oft nicht zu überwindenden Entfernungen, etc.

Fazit des Abends: gelungener Austausch, Kontaktaufnahme zwecks Netzwerkarbeit einzelner Teilnehmenden untereinander, großer Gewinn durch gegenseitige Beratung und Austausch!

Herzliche Grüße
Marion Zielinski, Ute Hentschker-Ott

Nächster Klinikstammtisch: Donnerstag, 12. Dezember 2024 (18.30 Uhr bis 20.30 Uhr, online)

10. Online-Klinikstammtisch

In lockerer Runde trafen sich die Interessierten am 13.06.2024 wieder zum gemeinsamen Austausch. Eine Teilnehmerin schaltete sich sogar von Sardinien aus zu, was uns alle sehr gefreut hat, zeigt dies doch, dass dieses informelle Treffen mittlerweile fest etabliert ist.

An diesem Abend stellte Jennifer Linkmeyer, Physiotherapeutin und ehrenamtliches Mitglied der Gruppe „Health for future“, ihre Arbeit sowie die Ziele der Gruppe vor und hielt einen Vortrag zum Thema der planetaren Gesundheit. Der Gesundheitssektor ist laut der Organisation „Health Care Without Harm“ für gut 5 % des bundesweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich. Die Referentin stellte sehr anschaulich die Bandbreite der Auswirkungen des Klimawandels dar (höhere Anzahl an Atemwegserkrankungen, Schlaganfällen, Frühgeburten etc.) und zeigte einzelne niederschwellige Handlungsmöglichkeiten im (Arbeits-) Bereich eines jeden Einzelnen von uns auf: Wechsel vom Auto auf den öffentlichen Personennahverkehr, Nutzung eines Jobrades, Einsatz wiederverwendbarer Materialien in der Therapie, Mülltrennung, um nur einige Beispiele zu nennen.

Die anschließende Diskussion zeigte noch einmal die Brisanz des Thema und wie dringlich das Handeln auf ganz vielen Ebenen ist -  und wie einfach doch schon im Kleinen umsetzbar! Ein weiterer wichtiger Punkt war die Teilhabe unserer Patient:innen an diesem wichtigen Vorgehen: Sie sind eingeschränkt in ihren kommunikativen Kompetenzen und häufig auch in finanzieller Hinsicht. Wichtige Faktoren, um sich diesbezüglich einbringen zu können. ´ökologische Teilhabe´ ist somit nicht oder kaum möglich. Hier besteht ebenfalls dringender Handlungsbedarf, zu dem wir Therapeut:innen ebenfalls aufgerufen sind.

Fazit, mit den Worten von Stefan Zweig: "Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern."

 

Ute Hentschker- Ott, Beirat Arbeitnehmer:innen im dbs,
Marion Zielinski, dbs- Vertreterin für Arbeitnehmer: innen, Großraum Kassel-Brilon-Paderborn

Save the dates:
nächster Klinikstammtisch: Donnerstag, 5.9.2024, 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr
Arbeitnehmer:innentag: Freitag, 25.10.2024: Berufspolitische Informationen & Mitmachworkshop "KI in der Sprachtherapie", online (Zoom), 8.00 - 13.00 Uhr

9. Online-Klinikstammtisch, 14. März 2024 | Vorab: ein rundum gelungener Austausch!

Neue und bekannte ´Gesichter` trafen sich zum ersten Klinikstammtisch des Jahres 2024.

„Wenn ich nicht scheitern könnte und alles möglich wäre, was würde ich sofort in meinem beruflichen Alltag verändern?“ - so die Eingangsfrage des Abends an die Teilnehmenden.

Ein breites Spektrum an (verborgenen ) Wünschen kam zum Vorschein:
radikale Abschaffung der Heilmittelverordnungen, der DRGs, Verbesserung der interdisziplinären  Kommunikation, mehr Therapieräume, Schulungen hinsichtlich unseres Arbeitsfeldes für das Pflegepersonal, neue Konsistenzen für die Testung mittels FEES finden, ein einheitliche Dokumentationswesen etablieren, mehr Personal, Abschaffung der Wochenenddienste und nicht zuletzt, dass es im therapeutischen Handlungsfeld nicht hauptsächlich um das Thema Geld geht und die Qualität ins Abseits rutscht.

Auch kristallisierte sich eine Unzufriedenheit hinsichtlich der Gelderverteilung in den Kliniken in Bezug auf die einzelnen Fachrichtungen heraus- Konsens war, dass im sprachtherapeutischen Bereich anteilig deutlich weniger Mittel für Neuanschaffungen zur Verfügung stehen als beispielsweise in den physiotherapeutischen Abteilungen.

Die vielfältigen Veränderungswünsche boten direkt eine gute Diskussionsbasis. Auffällig war wieder einmal, dass bestimmte Themen in regelmäßigen Abständen immer erneut diskutiert werden, mitunter sogar seit Jahren in den Einrichtungen Gegenstand des Austauschs sind.

Weitere Themen des Abends:

Der Aufbau einer Schluckambulanz (diesbezüglich wurden Fragen hinsichtlich Organisation, Koordination und Finanzierung/ Abrechnungsmodalitäten gestellt), die sprachtherapeutische Testung im Akutkrankenhaus (Aphasie-Check-Liste (ACL), Aphasie-Schnell-Test (AST), Bielefelder Aphasie Screening Akut & Reha (BIAS A&R), der Einsatz von Konsistenzen, Färbefarben und Geschmacksreizen bei der Schluckuntersuchung sowie das aktuelle Thema „Apps in der Sprachtherapie“, hier am Beispiel von Neolexon.

Außerdem berichtete eine Teilnehmerin über ihre Arbeit im Bereich Stimmrehabilitation mittels nicht-invasiver Sensortechnologie: Diese kann stumme Sprechbewegungen detektieren und charakterisieren. Nachfolgend sollen diese in Echtzeit in hörbare Sprache verwandelt werden. Geforscht und entwickelt wird derzeit für kehlkopflose Menschen (nach Tumor-OP).

Fazit: spannende Diskussionen, Wissensaustausch, Erweiterung des fachlichen Horizonts, Netzwerke sind wichtig!

Danke an alle Teilnehmenden für die Mitgestaltung des gelungenen Onlinetreffens.

Ute Hentschker-Ott

Zwei Jahre Klinikstammtisch – aller guten Dinge sind (mindestens) drei!?

Bekannte und unbekannte Gesichter trafen sich zum letzten Online-Klinikstammtisch für 2023. In weihnachtlicher Runde wurde am 14.12.2023 geredet, beraten, philosophiert, diskutiert, gelacht.

Zu Beginn erfolgte eine Einstiegsrunde zum Thema „Was verbindet mich im Alltag mit dem Klinikstammtisch, an welchen Stellen profitiere ich davon?“ Viele positive Rückmeldungen wurden aufgezählt: Entstandene überregionale Kontakte, der Stammtisch als Form eines Netzwerks sowie die vielfältigen Unterstützungs- und Beratungsangebote sowohl für Berufsanfänger: innen als auch für erfahrene Therapeut:innen. Eine weitere Bereicherung, so die Teilnehmerinnen, ist es mit Kolleginnen aus anderen fachlichen und regionalen sprachtherapeutischen Settings in einen Austausch kommen zu können, den Blick zu weiten.

Speziell inhaltliche Themen waren beispielsweise die Unterschiede bzgl. einer Anstellung als Logopädin versus einer Anstellung als akademische Sprachtherapeutin: Aufgabenbereiche, Kompetenzen, Bezahlung (Einstufung). Auch das Thema „Erlaubnis der Berufsausübung“ war wieder Gegenstand eines Berichtes – nach über 30 Jahren Tätigkeit musste eine Kollegin um ihre Position kämpfen (Stellenbeschreibung, Machtkämpfe einer Leitungsposition ihr gegenüber, etc.). Hier entstand großer Rede- und Beratungsbedarf und wieder einmal zeigte sich, dass manche Themen alternierend immer wieder in Erscheinung treten…

Eine junge Kollegin, die derzeit noch mit ihrer Masterarbeit beschäftigt ist, nahm teil, um sich Informationen für den Eintritt ins Berufsleben in einer Klinik zu holen. Hier wurden Kontakte für das Absolvieren noch ausstehender Praktikumsstunden hergestellt und auf eine zu besetzende Stelle hingewiesen.- lebensnaher kann ein Stammtisch kaum sein!

Angeschnitten wurden auch wieder die Themen Stroke-Unit, Ruf- und Festdienste, Arbeitsbedingungen in einer Klinik im Vergleich zu einer Tätigkeit in einer Praxis sowie Gehaltseinstufungen.

Zum Ende ging der Dank an den dbs für die Einrichtung des nun seit zwei Jahren regelmäßig stattfindenden Klinikstammtisches- Menschlichkeit, Dankbarkeit und Wertschätzung waren die Schlagworte, mit welchen die Dezemberrunde geschlossen wurde.

Marion Zielinski, dbs-Vertreterin für Arbeitnehmer:innen im Großraum Kassel-Brilon-Paderborn und
Ute Hentschker-Ott, dbs-Vertreterin für Arbeitnehmer:innen Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen; Beirätin Arbeitnehmer:innen im dbs

dbs-Arbeitnehmer:innen-Tag 2023

Sketchnotes – Bildsprache in der Therapie

Auch dieses Jahr fand der Arbeitnehmer:innen-Tag wieder online statt. Und wieder hatten wir ein Thema gewählt, das für alle Therapeut:innen interessant ist, egal welcher Spezialisierung.

Bei Sketchnotes (sketch, engl. für Skizze und note‚ engl. für Notiz) handelt es sich um das Aufeinandertreffen von Wort und Bild mittels einfacher Symbole, Strichzeichnungen Graphikelementen sowie Farben, also visualisierte Notizen. Damit kann man Inhalte auf dem visuellen Weg verdeutlichen, sich diese besser merken bzw. für das Gegenüber leichter verständlich darstellen. Eine Art Bildsprache wird zum Werkzeug in Therapiesitzungen, für Teambesprechungen etc. Sketchnotes sind Sprachvisualisierungen, die im Augenblick entstehen, Sprachbarrieren können damit überwunden werden und das Denken sowie das Fühlen werden mit integriert. Ent-stehende Bilder haben andere Auswirkungen auf das Sprechen und Lernen als bereits be-stehende.

Frau Ayoka Kaiser, selbst Logopädin, führte uns spielerisch vom einfachen Strich über den Kreis und das Viereck zu fertigen Symbolen und Zeichnungen. Sie stellte den Bezug zur Praxis und zum Therapiealltag her und zeigte das vielfältige Einsatzgebiet von Sketchnotes über alle Störungsbilder hinweg auf. Alle Teilnehmer:innen griffen selbst zum Stift und konnten das Zeichnen ausprobieren.

„Künstlerische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Wer schreiben kann, kann Sketchnotes anwenden.“, beschreibt Frau Kaiser die Voraussetzungen. Und dem war auch so. Mit erstaunlicher Leichtigkeit zeichneten wir alle Fahnen, Banner, Lupen, Berge, Menschen, Landkarten, Batterien, Glühbirnen, Sprechblasen etc.  – alles auf die wesentlichen Linien reduziert. Ein gelungener Workshop, der die Freude am Zeichnen und am Verwenden von Sketchnotes geweckt hat!

Zudem gab es selbstverständlich auch wieder den aktuellsten Stand in Sachen Berufspolitik.
RAin Jasmin Höll informierte unter anderem über den neuen Musterarbeitsvertrag, die Möglichkeit zusätzlicher Bonusvereinbarungen, die neue Gehaltsempfehlung oder die korrekte Erfassung der Arbeitszeit. Zusätzlich brachten die Teilnehmenden eigene Fragen ein, die direkt von Frau Höll professionell geklärt werden konnten.

Ihr Beirat für Arbeitnehmer:innen
Ute Hentschker-Ott und Stephanie Parau

Klinikstammtisch – immer wieder anders

Am 7. September wurde der 7. Online- dbs-Stammtisch (nicht nur) für Klinikangestellte durchgeführt. Zu Beginn erfolgte eine Reflektionsrunde zum Thema: „ Wie habe ich diesen heißen Sommer als Arbeitnehmer:in erlebt, wie erging es den Kolleg:innen, Patient:innen, Heimbewohner:innen und Logopädieschüler:innen.“ Überlegungen zu Strategien für folgende schwül-warme Sommer wurden duskutiert, diese reichten vom kühlenden Pfefferminzspray bis zu Umbaumaßnahmen- träumen darf man ja! Einig war man sich, wie gut es ist kaum noch Masken tragen zu müssen.

Schwerpunkt der Septembersitzung war das Thema „Krankenhausreform“. Das Finanzierungsmodell der Fallpauschalen (DRGs) soll dem Modell des sogenannten „Vorhaltebudgets“ weichen. Gelder sollen dann für Leistungen gezahlt werden, die angeboten werden, unabhängig von der tatsächlichen Nutzung oder Auslastung. Geplante Personalbudgets sehen allerdings kein Therapiebudget vor. Leider wurden die therapeutischen Fachgruppen bei der Erarbeitung des Eckpunkteprogramms nicht einbezogen, aus Sicht der Teilnehmenden ein nicht tragbarer Umstand ist. Außerdem sollen kleinere Kliniken geschlossen und bestehende größere Kliniken erweitert und somit Leistungen zentralisiert werden. Letzteres fand in Maßen bereits in den vergangenen Jahren schon statt, was rein wirtschaftlich selbstverständlich sinnhaft ist. Insgesamt aber führen die vielen Veränderungen, die Umstrukturierungen und die (so) anvisierte Reform zur Verunsicherung bei den Angestellten. Bernd Frittrang, Bundesvorsitzender des dbs berichtete über diesbezügliche bisherige und die geplante Aktivitäten von Verbandsseite: Gründung einer Arbeitsgruppe zur Krankenhausreform, themenbezogene Öffentlichkeitsarbeit, Teilnahme an geplanten Sitzungen etc.

Mit Beginn des Jahres 2024 soll die Reform in Kraft treten.

Fazit 1 und Plan der Teilnehmenden: unbequeme Fragens stellen als kleiner Schritt zur Mitgestaltung!

Zum Abschluss erfolgte noch ein Dank an den dbs für die bisherigen Informationen zum Thema Krankenhausreform (siehe Homepage: https://www.dbs-ev.de/service/news-einzelansicht/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=3164&cHash=6af714496a48b2f79fbb352e1dbdabbf). Hinweisen möchten wir noch auf die Möglichkeit der Unterzeichnung der Onlinepetition „Krankenhausreform: Alle Gesundheitsberufe beteiligen“: https://www.openpetition.de/petition/online/krankenhausreform-alle-gesundheitsberufe-beteiligen

Ein weiterer Schwerpunkt des Onlinetreffens war die Thematik FEES:
Notwendigkeit  der objektiven Schluckaktuntersuchung als Therapiebasis, Häufigkeit/ Wiederholung dieser speziellen Untersuchungsmethode, therapeutische Erfahrung versus FEES. Einzelne Teilnehmer:innen berichteten über die Dysphagietherapie in ihrem Arbeitsalltag und diskutierten kritisch den Kosten-Nutzen-Effekt sowie den Umgang von Ärztinnen und Ärzten mit dieser speziellen Untersuchungsmethode.

Fazit 2: Auch hier gehören (medizinische) Diagnostik und Therapie unabdingbar zusammen!

Weitere Themen waren die Rufbereitschaft im Rahmen der therapeutischen Arbeit auf Stroke Units: Umwandlung in Festdienste, Vergütung derselben und Praktikabilität. Verschiedene Modelle wurden vorgestellt (z. Bsp. trotz Anwesenheitspflicht die genaue zeitliche Präsenz selbst bestimmen zu können) und miteinander verglichen.

Die Zeit verging wieder wie im Flug – Berufsanfänger:innen und alte Häsinnen und Hasen profitierten stark voneinander.

Hinweisen möchten wir auf folgende Veranstaltungen:

  • Einladung zum dbs–Arbeitnehmer:innen-Tag 2023: Freitag, 3. November 2023, online „Lass den Stift sprechen – Sketchnotes und Bildsprache in der Logopädie; einfache Strichzeichnungen als flexibles Therapiewerkzeug für alle Störungsbilder“; Dieses Angebot ist für dbs-Mitglieder kostenfrei! Näheres entnehmen Sie bitte der Rubrik „Arbeitnehmer:innen“ auf der dbs- Homepage, der aktuellen Ausgabe der Verbandszeitschrift oder der bereits erfolgten Ankündigung per Mail.
  • DGN-Kongress 2023, 8. bis 11. November 2023, CityCube Berlin + digital; Auch im Rahmen dieser Veranstaltung beschäftigt man sich mit der qualitativen Dysphagiediagnostik.
  • 8. Klinikstammtisch (online): Donnerstag, 14.12.2023, die Einladung und Anmeldemodalitäten erfolgen wie immer vorab per Mail.
  • 17. Herbsttreffen Patholinguistik: "Wir verstehen uns. Sprachverständnistherapie bei Kindern und Erwachsenen“, 18.11.2023, online (siehe Homepage);

Fazit 3: Ein spannender und abwechslungsreicher Herbst steht bevor!

Ute Hentschker-Ott, Beirat für Arbeitnehmer:innen im dbs

 

25 Grad, bestes Sommerwetter – und was machen wir? Klinikstammtisch!

Am 15.6.23 fand der 6. Online-Klinikstammtisch statt.

Wir begannen mit einer Warm-up-Runde unter dem Aspekt: „Wenn ich einen anderen medizinischen Beruf wählen müsste, würde ich gerne … sein, und würde … verändern“.
Ein bunter Blumenstrauß an Berufswünschen zeigte sich: Pflegedienstleitung, Chefärztin, Oberärztin, Psychologin, Stationsleitung bis hin zur Kreierung einer neuen Berufsgruppe, die das Miteinander, die interdisziplinäre Zusammenarbeit voranbringen und vertiefen sollte. Wichtig wäre allen Teilnehmerinnen auch, mehr Augenmerk auf die Privatsphäre der Patient:innen zu legen, verbesserte Kommunikation im Kliniksetting zu erzielen, tägliche Visiten, Mediation, Verbesserung des Entlassmanagements, ethische Fallbesprechungen sowie Supervision.

Den Hauptteil nahm in der Junisitzung das Thema Dokumentation ein. Die Teilnehmenden tauschten ihre Erfahrungen mit den jeweiligen Dokumentationsprogrammen (z. B. Orbis, Nexus) aus und berieten sich gegenseitig. Erörtert wurde auch die Frage, wer eigentlich die Dokumentationen wirklich liest, lesen sollte und wie man Kolleg:innen dazu bringt… Gesucht wurde außerdem nach Strategien, um auf therapiebezogene Veränderungen aufmerksam zu machen: Wird ein neuer Kostplan erstellt, wo positioniert man diesen? Wie markiert man neue Meldungen sinnvoll? Sind Kostempfehlungen gleichzusetzen mit ärztlichen Anordnungen?

Als hilfreich erachtet wurde die Einführung einer turnusmäßigen Weiterbildung durch die Sprachtherapeut:innen für das Pflegepersonal: Schwerpunkte Dysphagie und Mundpflege.
In hohem Maße fällt auf, wie wenig Zeit sich Pfleger:innen nehmen bzw.  nehmen können, um eine adäquate Mundpflege bei den Erkrankten durchzuführen. Eine Kollegin berichtete, dass sie begonnen hat, das Pflegepersonal in `ihrer´ Klinik regelmäßig diesbezüglich zu schulen. Diese Veranstaltung wurde in ihrer Arbeitsstätte als verpflichtend angesetzt.

Ausgehend von den Missständen wurde das Thema Mundpflege inhaltlich vertieft und auf Folgen aufmerksam gemacht: verminderte Durchblutung, Entstehung von Soor, Sensibilitätsstörungen etc.
Eine „Fachkraft Mundpflege“, wie in Japan bereits üblich, wäre auch in Deutschland wünschenswert. Nicht zuletzt, um im Anschluss therapeutisch mit den Patient:innen adäquat arbeiten zu können.
Gemeinsam verschafften wir uns einen Überblick beim Portal https://mund-pflege.net/, einer Lernplattform, welche Informationen und Handlungsempfehlungen zum Thema Mundgesundheit bietet.

Termine für die nächsten Klinikstammtische:
Donnerstag, 7.9.2023 und Donnerstag, 14.12.2023, online via Zoom von 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr.
Eine Einladung erfolgt wie gewohnt per Mail und wird auch auf der Homepage des dbs unter der Rubrik ´Arbeitnehmer:innenˋ veröffentlicht.

Ute Hentschker-Ott, Beirat für Arbeitnehmer:innen im dbs

5. Online-Klinikstammtisch, online – „happy together“

Ganz so viele Teilnehmerinnen wie auf dem Bild waren es nicht, am 23.3.2023, aber das erste Treffen im neuen Jahr war wieder gut besucht und voller Wiedersehensfreude, gepaart mit Themenvielfalt und Diskussionsreichtum:

Nicht neu, aber immer wieder ganz weit vorne im Fokus ist der Fachkräftemangel, unter dem auch unsere Branche zu leiden hat: Überlastung der Therapeut:innen, lange Wartezeiten für Patient:innen, Priorisierung und deren Folgen für beide Seiten. Berichtet wurde ebenfalls von einer vorübergehend geschlossenen Stroke-Unit aufgrund von Pflegepersonalmangel.

Aber, es gab auch ein erfreuliches Beispiel einer Teilnehmerin! Aufgrund der momentanen Situation konnte sie als Arbeitssuchende ihre Vorstellungen und Wünsche bzgl. des neuen Arbeitsplatzes umsetzen und somit sehr zufrieden wieder in das Berufsleben einsteigen! Eine andere Teilnehmerin berichtete, da mittlerweile wieder mehr Praktika absolviert werden, dass sie diese Situationen ganz bewusst als Werbung für die Kliniktätigkeit und bewussteres Anlernen für die eigene Institution nutzt.

Von ihrem Promotionsvorhaben im Bereich Dysphagie, u. A. mit dem Schwerpunkt Systemtische Literaturarbeit bzgl. des Schluckvorgangs bei Gesunden, berichtete eine Therapeutin, welche von Anfang an am Stammtischtreffen teilnimmt. Der Bericht stieß auf großes Interesse.

Die unterschiedlichen Rehabilitationsphasen, deren ursprüngliche Klassifizierung sowie Nutzen und Auswirkungen nahmen ebenfalls einen großen Raum im Rahmen des Treffens ein. Einige Teilnehmerinnen, die schon länger im Berufsleben stehen, berichteten von den Erfahrungen und den Veränderungen: mehr körperliche Arbeit, zum Teil werden für scheinbar leichtere Erkrankungsfälle keine stationären Rehaplätze mehr angeboten, von offizieller Seite werden Anträge vermehrt mit dem Hinweis auf intensive ambulante Therapie abgelehnt, die Phase C der neurologischen Rehabilitation verliert scheinbar an Bedeutung.

Interessant waren Schilderungen einer Teilnehmerin über ihre Präsenz bei Wach-OPs, in denen ein Sprachmonitoring angesetzt war – die erfahrene Überwältigung und Faszination sprangen auf alle Zuhörerinnen über, wenn auch nicht alle diese Tätigkeit ausführen möchten …

Weitere Inhalte waren die Situationen in MVZ (Zuständigkeiten, Leitungsfragen), Hospitationen (Einsatz von Praktikant:innen, und das pauschalierte Abrechnungsverfahren für Krankenhausfälle, die allseits berühmt berüchtigten DRGs (Diagnosis Related Groups). Hier zeigte sich großer Informations- und Redebedarf, da „Fehler“ (wie zu wenige oder zu viele Informationen, in Patient:innenakten) zu folgeschweren Zahlungsausfällen führen können. Daraus entwickelte sich die Idee, zum nächsten Klinikstammtisch einen ärztlichen Vertreter einzuladen, der zum Thema „DRGs und abrechnungsrelevante Aspekte“ referieren soll. Frau Dr. Samra Hamzic, dbs- Vertreterin für Klinikangestellte, wird einen Kollegen dazu einladen.

Termin für den nächsten Klinikstammtisch:

Donnerstag, 15.06.2023, online via Zoom von 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr.

Eine Einladung erfolgt wie gewohnt per Mail und wird auch auf der Homepage des dbs unter der Rubrik ´Arbeitnehmer:innenˋ veröffentlicht.

Ute Hentschker-Ott, Beirat für Arbeitnehmer:innen im dbs

Klinikstammtisch vom 01.12.2022, online: Aller guten Dinge sind 4!

Ein Jahr Klinikstammtisch – wenn das kein Grund zum Anstoßen ist!

In gemütlicher vorweihnachtlicher Runde saßen die Teilnehmerinnen virtuell zusammen:

Bereitgestellt waren Tannenbaum, Adventskranz, Kaminfeuer, Pyramide – aber auch Plätzchen, Stollen, Saft, Prosecco und Weihnachtskaffee. Der Tisch wäre reichlich gedeckt gewesen, hätte man sich in Präsenz getroffen. Sogar Strickzeug fehlte an diesem adventlichen Abend nicht!

Zu Beginn der Runde fand eine Reflexion über das erste Klinikstammtischjahr statt: Die Anwesenden waren sich einig, wie wichtig und überfällig diese Art von Austausch gewesen ist: Fallbesprechungen, Beratungen zur Kommunikation mit Kolleg*innen, Strategien zur Verminderung von Störungen im Therapiealltag, Festlegung von Behandlungspräferenzen, um nur einige Themen zu nennen.

Viermal konnte dieses Format bereits stattfinden. Die Fortführung ein Muss!

Im Anschluss stand das Thema des Abends im Vordergrund. Im Vordergrund? Gar nicht so leicht!

Situationen aus Jahr 2022, welche im Arbeitssetting besonders gut verlaufen und positiv in Erinnerung geblieben sind, sollten erzählt werden. Eigentlich zeigte sich eine breite Palette:

Überwindung von Hindernissen nach Teamzusammenlegung; ein unerwartetes Jobangebot durch einen Physiotherapeuten aufgrund der akademischen Expertise und des hervorragenden Berufsverbandes; eigene Gestaltungsmöglichkeiten im Arbeitsalltag, die trotz aller Umstände bewahrt werden konnten; dankbare Angehörige; Netzwerkarbeit, die wieder möglich ist und bereits Früchte trägt; Und nicht zuletzt konnten die im Stärkenworkshop für Arbeitnehmer*innen erlernten Methoden und Inhalte bereits erfolgreich in der Therapie eingesetzt werden.

Im Rahmen des Austauschs erhielten sogar die Mitarbeiter*innen und Ehrenamtlichen des dbs ein großes Lob für ihre Tätigkeiten, die Sichtbarkeit des Verbandes in der Öffentlichkeit und die Angebotsvielfalt wie Feierabendimpulse, Summer School, Onlineangebote und die neu und sehr übersichtlich gestaltete Homepage. Ein facettenreiches positives Feedback.

Allerdings war es gar nicht so leicht sich immer auf die positiven Beispiele zu fokussieren – oft gewannen inhaltliche Themen wieder die Oberhand. Wobei dann keineswegs ein Klagen im Mittelpunkt stand, aber Alltagshürden, die gemeistert werden wollen, wurden zur Diskussion gestellt: Beispielhaft sei hier die Rufbereitschaft in den Stroke Units genannt.

Vielleicht sollte das Gute allgemein wieder mehr in den Fokus gerückt werden? Warum verschwinden die schönen Momente immer wieder so schnell im Hintergrund? Wie können wir im neuen Jahr beginnen den Blickwinkel öfter einmal auf das Positive zu richten? Fragen, die im Verlauf des Abends immer wieder auftauchten. Und nicht nur im Berufsalltag von Bedeutung sind!

Danke an alle Teilnehmerinnen für einen gelungenen Stammtischabend!

Ute Hentschker-Ott,
Beirat für Arbeitnehmer*innen im dbs

„Stärken stärken – Stärkenorientierung für Therapeut*innen“

dbs-Arbeitnehmer*innen-Tag am Freitag, 11. November 2022, online

Wir haben diesmal mit dem Workshop „Stärken stärken – Stärkenorientierung für Therapeut*innen“ ein besonderes Thema ausgewählt. Bei diesem sehr handlungs- und ressourcenorientierten Ansatz ermittelten die Teilnehmer*innen im Vorfeld mit Hilfe des Stärkentests „StärkenRadar“ ihre ureigenen Stärken und damit ihr individuelles Potential.

Die Workshop-Leitung lag bei der dbs-Beirätin für Arbeitnehmer*innen, Stephanie Parau. Sie arbeitet, neben ihrem Job als Sprachtherapeutin,als Coach im Bereich Stärkenorientierung in Unternehmen, an Universitäten und an Schulen. Zudem ist sie als Ausbilderin in diesem Bereich tätig und hat mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung das Konzept zur resilienten Stärkenorientierung für Therapeut*innen entwickelt.

Eigene Stärken erkennen, verstehen, einsetzen können und auch bei anderen wahrnehmen lernen, war das Ziel. Mit dem Wissen über die eigenen Stärken erkennen wir das spezifische Können, die Ausstrahlung der eigenen Stärken und die Bedürfnisse sowie das dazu passende Arbeitsumfeld. Setzt man seine Stärken im Arbeitsalltag ein, konzentriert man sich auf das, was einem liegt, was für einen leicht, einfach, intuitiv ist, was Freude bereitet. Und man erkennt auch, was man getrost anderen überlassen kann. Man muss nämlich nicht alles können!

Für den dbs-Workshop wurden Kolleginnen zu Co-Trainerinnen ausgebildet, um die Teilnehmenden mit entsprechender Expertise bei der Arbeit in Kleingruppen während des Workshops zu unterstützen. Hierfür wurden im Vorfeld des Arbeitnehmer*innen-Tags in einer spezifischen Schulung Stärken analysiert, erkannt, reflektiert und diskutiert. Der Ablauf wurde einstudiert, die Übungen selbst ausprobiert und das Vorgehen verdeutlicht. Dabei lernte das Team nicht nur die Umsetzung des Ganzen, sondern auch sich besser kennen. Als Co-Trainerinnen stellten sich Luisa Grupp, Michèlle Schwald-Polizzi, Marion Zielinski, Christina Schulze, Dr. Anna Rosenkranz, Dr. Samra Hamzic und Ute Hentschker-Ott zur Verfügung.

Um möglichst vielen Arbeitnehmenden die Teilnahme zu ermöglichen, wurden zwei Durchgänge angeboten. Am Vormittag durchliefen 25 und am Nachmittag 16 Personen den Workshop. Nach einem kleinen Warm-Up zur Stärkenwahrnehmung in Zweiergruppen folgte eine Einführung in das Thema Stärkenorientierung. Anschließend ging es in Kleingruppen um die individuellen Stärken. Jede*r präsentierte seine/ihre Stärken anhand von konkreten Beispielen aus dem (Arbeits-)Alltag und erhielt im Anschluss dazu individuelle Rückmeldungen im Kleinteam. In der Abschlussrunde wurde deutlich: Der Aufwand hat sich gelohnt! Stärkenorientierung ist für uns Therapeut*innen eine wichtige Ressource.

Hier einige Rückmeldungen der Teilnehmenden nach dem Workshop:

  • „Man wünscht jedem, an so einem Seminar teilnehmen zu dürfen, eine sehr schöne Erfahrung!“
  • „Besonders war es, über Stärken zu sprechen, ohne die Schwächen mit hinzuzuziehen.“
  • „Die Teamreflektion durch fremde Menschen ist gut gelungen und war eine sehr interessante und schöne Erfahrung.“
  • „Über die fachlichen/sprachtherapeutischen Themen hinaus ist dies ein Thema, das ich für uns Therapeut*innen als Fortbildung sehr relevant und wichtig finde.“
  • „Gut strukturiertes Seminar, wohltuend – was macht mich wertvoll für meine Arbeit – „Nein“ sagen dürfen – alle Kolleginnen und Kollegen wertschätzen“
  • „Es war eine wunderbare Plattform, völlig stressfrei und entspannt, über die eigenen Stärken sprechen zu dürfen. Die Rückmeldungen waren Balsam für die Seele. Herzlichen Dank dafür!“

Zwischen beiden Workshop-Blöcken präsentierte RAin Jasmin Höll (Justitiarin des dbs) im Rahmen des gutbesuchten berufspolitischen Teils den aktuellen Stand sowie Neuerungen zu Themen wie E-Rezept, Schiedsverfahren zu den telemedizinischen Leistungen, Mitgliedschaft im SHV, Therapeut*innenmangel, Direktzugang, noch kommende Stufen der Vergütungserhöhung bis 2024, die neue Arbeitszeiterfassung, die mögliche Prämie für den Inflationsausgleich etc. Ergänzend beantwortete Frau Höll wie immer äußerst fachlich fundiert die Fragen der Arbeitnehmer*innen. Vielen Dank an Jasmin Höll!

Aus unserer Sicht ein rundum gelungener Arbeitnehmer*innen-Tag, der uns viel Freude bereitet hat und der ohne die Unterstützung des dbs, aller Co-Trainerinnen und aller Teilnehmenden nicht möglich gewesen wäre. DANKE!

Stephanie Parau & Ute Hentschker-Ott
dbs-Beirat für Arbeitnehmer*innen

Arbeitnehmer*innen-Luncheon: Workshop Klinische Linguistik – für ein Lunch blieb jedoch keine Zeit 

Beim Arbeitnehmer*innen-Luncheon am Mittag trafen sich Teilnehmende aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern mit Stephanie Parau und Ute Hentschker-Ott sowie Frau Jasmin Höll, Justiziarin des dbs.

Thematisiert wurden Bereiche wie „Telemedizinische Leistungen“, das sogenannte „ Job-Rad“ oder die Abgrenzung der Sprachtherapie von der Ergotherapie, pandemiebedingte Belastungen und die Frage nach Möglichkeiten der Selbstfürsorge im therapeutischen Bereich.
Frau Parau stellte in Kurzform den am 11.11.22 stattfindenden AN-Tag mit dem Schwerpunkt „Stärkenorientierung“ vor.

Die angesetzten 45 Minuten vergingen wie im Flug! Wieder einmal wurde deutlich, wie wichtig (auch informeller) Austausch im therapeutischen Kontext ist.

Stephanie Parau & Ute Hentschker-Ott (Beirat für Arbeitnehmer*innen im dbs)

3. Klinikstammtisch am 8. September 2022, online

Nachdem der Stammtisch vom Juni krankheitsbedingt abgesagt werden musste, trafen sich Anfang September die interessierten Kolleginnen endlich wieder.

Zu Beginn erfolgte ein Warmup zum Thema „Mein heimliches Laster“. Süchte wie Podcasts hören, Handyspiele, Fernsehserien schauen und Listen schreiben wurden offenbart.
Inhaltlich ging es dann direkt zum Themenschwerpunkt des Abends, ´Beratungˋ:

Ein kollegialer und fachlicher Austausch zu Themen wie Zeitmanagement, Therapieplanung, Priosisierung der Anmeldungen und Hierarchien in Kliniken fand statt.

Besonders kristallisierte sich noch einmal heraus wie wichtig Dokumentation ist - nicht nur hinsichtlich der durchgeführten Therapieinhalte. Auch bezüglich Absprachen mit Kolleg*innen, anderen Berufsgruppen, vorgegebenen Behandlungsreihenfolgen und nicht zuletzt im Hinblick auf die (eigene) Überlastung. Dinge sichtbar machen und Sicherheit im täglichen Handeln erhalten, eine wichtige Maxime im Klinikalltag als Sprachtherapeut*in.

Deutlich wurde auch, dass eine Unterscheidung zwischen der Tätigkeit in Akutkliniken und Rehabilitationskliniken notwendig ist: unterschiedliche Tagesabläufe, Patient*innenplanung, Therapiefrequenz, Akutfälle.
Bezüglich juristischer Fragestellungen stand Frau Höll, Justitiarin des dbs, zur Seite. Sie konnte aufgrund ihres Fachwissens auf rechtliche Fallstricke hinweisen, die Teilnehmerinnen stärken und ihnen somit Sicherheit mit auf den täglichen Weg geben.  Auch die Sicht „von außen“, ohne Therapeutin zu sein, beeinflusste die Diskussionen positiv.

Nächster Klinikstammtisch: Donnerstag, 01.12.2022, 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr, online.
Eine Einladung erfolgt wie gewohnt per Mail und wird auch auf der Homepage des dbs unter der Rubrik ´Arbeitnehmer*innenˋ veröffentlicht.

Stammtisch – kein Stummtisch!

Am 24. März 2022 fand der 2. dbs-Klinikstammtisch (online) statt. 14 Angestellte aus unterschiedlichen Kliniken und unterschiedlichen Regionen aus ganz Deutschland nahmen an dem Treffen teil und tauschten sich intensiv fachlich und kollegial aus.

Einen großen Raum nahm diesmal der Austausch bezüglich der Stroke-Units ein. Zunächst wurde geklärt, wann genau eine Klinik den Titel führen darf und welche Bedingungen konstant eingehalten werden müssen, wie zum Beispiel eine besondere apparative und personelle Ausstattung sowie das Angebot der Komplexbehandlung. Unmut zeigte sich bezüglich Terminkollisionen bei apparativer Diagnostik und Terminschwierigkeiten aufgrund kurzfristig angesetzter „wichtigerer“ Behandlungen, deren Bedeutung aus Erfahrung der Therapeut*innen oftmals nicht primär ist (z. B. einfacher Verbandswechsel). Auch wurden Fragen zu Wochenenddiensten und Rufbereitschaft sowie dem diesbezüglichen Ausgleich (Freizeit, finanzielle Vergütung) gestellt und verschiedene hausübliche Modelle vorgestellt.

Die genannten Schwierigkeiten brachten die Diskutierenden direkt in die Thematik der Wertschätzung der sprachtherapeutischen Tätigkeit im Kliniksetting allgemein (im Unterschied zu anderen Professionen). Auch die Abgrenzung der Disziplinen Ergotherapie und Sprachtherapie wurde ausgiebig diskutiert. Die Kompetenzbereiche werden unterschiedlich „interpretiert“, was oft zu erschwerten Arbeitsbedingungen führt: Wer führt Diagnostik und Therapie bei Dysphagie durch, wer ist für Übungen zur Wortfindung zuständig? Ausbildungsprofile und Arbeitsrealitäten divergieren leider häufig.

Zum Ausdruck kam im Rahmen der Diskussion weiterhin, dass der herrschende Therapeut*innenmangel und hohe Anmeldezahlen für Therapie bzw. Diagnostik eine zusätzliche hohe Arbeitsbelastung darstellt. Nicht zuletzt aufgrund der Frage, wie man Betroffenen und/ oder Angehörigen feinfühlig nahebringt, warum eine Behandlung nicht möglich ist. Eine Folge hieraus, so wurde deutlich, ist eine Arbeitsunzufriedenheit der Mitarbeiter*innen im klinischen Setting.

Wieder einmal nahm die Problematik der Therapie unter Corona-Bedingungen (Eigenschutz, Empfehlungen der DGD,…) einen großen Platz ein. Wann ist Therapie nicht durchführbar bzw. wann unabdingbar? Eine allgemeingültige Regel gibt es nicht und kann es wahrscheinlich nicht geben, jedoch wurden Erfahrungen und hausinterne Regelungen vorgetragen.

Die Themen betrachtend, wurde im Verlauf der Sitzung deutlich, welchen hohen Anforderungen und Belastungen Therapeut*innen im stationären Bereich ausgesetzt sind: Zeitdruck, verminderte Wertschätzung, Hierarchien, Therapieentscheidungen – um nur einige Punkte zu nennen.

Dies zog die Frage nach Resilienz und der Notwendigkeit von Supervision nach sich. Alle Anwesenden waren sich einig, dass ein hoher Bedarf an externer Begleitung besteht und Möglichkeiten der Umsetzung wurden diskutiert. Ein daraus resultierender Wunsch an die Veranstalterinnen war eine solche Unterstützungsmöglichkeit im Format des Klinikstammtisches anzubieten. Die Teilnehmenden betonten die Notwendigkeit der Supervision zum Ende des Treffens noch einmal deutlich, um langfristig den o. g. Anforderungen standhalten zu können.

Aufgrund der unterschiedlichen Tätigkeitsschwerpunkte, Erfahrungen und der vertrauensvollen Atmosphäre waren wieder einmal äußerst produktive und hilfreiche Diskussionen und Anregungen sowie das Ansprechen persönlicher Anliegen möglich. Nach gut zwei Stunden war wieder einmal deutlich, dass hoher Gesprächsbedarf bei allen Teilnehmenden bestand und längst nicht alle Themen angesprochen werden konnten. Voraussichtlich im Juni 2022 wird der 3. dbs-Klinikstammtisch stattfinden. Details werden wieder auf der Homepage des dbs veröffentlicht und als Maileinladung versendet.

Marion Zielinski & Ute Hentschker-Ott (für die AG Arbeitnehmer*innen im dbs)

 

SAVE THE DATE
Am 11.11.2022 findet der  Online- Arbeitnehmer*innentag zum Thema „Stärken“ statt. Bitte halten Sie sich diesen Termin frei. Nähere Informationen folgen im nächsten Newsletter bzw. per Mail und auf der Homepage.

Erster dbs-Stammtisch für Klinikangestellte – ONLINE

Am 11.12.2021 führte die AG Arbeitnehmer*innen den ersten dbs-Klinikstammtisch online durch.

Entwickelt wurde diese Idee aufgrund vieler Rückmeldungen an die AG sowie im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Zoomtreffen.

Angestellte aus unterschiedlichen Kliniken (Akutklinik, Rehaklinik, Neurologie sowie für Kinder und Erwachsene) und unterschiedlichen Regionen nahmen an dem zweistündigen Treffen teil.

Nach einer sachlichen Einführung, was ein Stammtisch ursprünglich war (z.B. geselliges Beisammensein, sozialer Treffpunkt, Zugehörigkeit zu einem höheren Sozialstatus…) tauschten sich die Anwesenden sehr intensiv und konstruktiv über unterschiedliche Themen aus.
Schwerpunkt bildete das Thema Dysphagie in all seinen Facetten: Stufen der adaptierten Kost, Etablierung neuer Konzepte, interne Fortbildungen, FEES, Gefahrenmeldungen sowie personelle Rationalisierungsmaßnahmen in den für uns Therapeutinnen wichtigen mitwirkenden Abteilungen.
Sogar die Ausstattungen mancher Kliniken war ein Thema: So war man sich einig, dass ein einziger Pürierstab in einer Klinik nicht gerade für die Qualität spricht! 
Die angesetzten zwei Stunden vergingen wie im Flug und machten allen Beteiligten Lust auf weitere Treffen. Diese werden in ca. dreimonatigem Abstand stattfinden.

Bitte beachten Sie dazu die Terminankündigen auf der Homepage des dbs sowie die Einladungsmail, die vorab wieder an alle angestellten dbs- Mitglieder versendet wird.

Bleibt zu hoffen, dass die Begeisterung über die Möglichkeit zum Austausch auch weiteren Vorgesetzten imponiert – und weitere Teilnehmerinnen die aufgewendete Zeit vergütet bekommen!

Marion Zielinski, Samra Hamzic, Ute Hentschker-Ott

Arbeitnehmer*innentag online, 19.11.2021

Was lange währt, wird richtig gut! 

Arbeitnehmer*innentag online, 19.11.2021 mit dem Themenschwerpunkt

„Formale Fragen zur Behandlung von Dysphagien“

Das Thema „Formale Fragen zur Behandlung von Dysphagien“ sollte bereits im Mai 2020 in München fachlicher Schwerpunkt sein. Aufgrund der Infektionslage kam alles anders. Nun ist es geschafft: Das Thema stand neben der aktuellen Berufspolitik im Zentrum des aktuellen Arbeitnehmer*innentags (online).

Rund 60 Teilnehmer*innen aus der ganzen Republik nahmen an der Veranstaltung teil und konnten sich im ersten Teil über aktuelle Themen wie das gerade verabschiedete Infektionsschutzgesetz und seine Folgen für die Therapie, das „Boostern“, den Stand der Verhandlungen zur Videotherapie sowie zusätzliche Vergütungsbestandteile informieren. dbs-Justitiarin Jasmin Höll erklärte die Details und stand für Fragen zur Verfügung. 

Im Anschluss daran hielt Frau Samra Hamzic, dbs-Vertreterin für Angestellte in Kliniken, darüber hinaus zertifizierte FEES-Ausbilderin und Leiterin der Abteilung Sprachtherapie am Universitätsklinikum Gießen ihren rund einstündigen Impuls-Vortrag zu Teilbereichen wie FEES (Weiterbildung, Delegation, Notfallmanagement etc.), Trachealkanülenmanagement sowie transorales und tracheales Absaugen. Schnell entwickelte sich eine intensive Fachdiskussion zu formalen Fragen der Dysphagie, beratend unterstützt durch RAin Jasmin Höll. 

Fazit: Ein gelungener Arbeitnehmer*innen-Tag im Online-Format, das sich aus unserer Sicht bewährt hat. 

Unsere nächsten Veranstaltungen:
Erster Zoom-Klinikstammtisch am Samstag, 11.12.21, 10-12 Uhr
Arbeitnehmer*innen-Mittagstisch beim Workshop Klinische Linguistik in Würzburg am Freitag, 01.04.22

„Ich sehe wen, den du auch siehst…“

Zoom-Arbeitnehmer*innen im Dialog beim dbs-Symposium am 20.2.2021

Im Rahmen des Symposiums fand der Dialog zwischen den AN-Vertreterinnen, Frau Jasmin Höll und den Arbeitnehmer*innen online statt. Gut 20 Teilnehmer*innen, Angestellte in Schulen, Kindergärten, Therapiezentren, Praxen und Kliniken, informierten sich über Themen wie Impfschutz bei Covid 19, Kurzarbeit,  Veränderungen bei den Heilmittelrichtlinien, Gehaltsempfehlungen, Corona-Bonus, Kooperationsvereinbarungen oder den Stand der aktuellen Vertragsverhandlungen. Die Justiziarin Frau Jasmin Höll erläuterte Details, vertiefte Wissen aus der Mitgliederversammlung und klärte individuelle Fragen.

Dank des Online-Formats via Zoom, ganz nach dem Motto „Ich sehe wen, den du auch siehst!“, war ein guter Austausch mit Teilnehmer*innen aus der ganzen Republik möglich

Stephanie Parau & Ute Hentschker-Ott
Beirat Arbeitnehmer*innen

dbs Arbeitnehmer*innen-Tag – und es hat „Zoom!“ gemacht

Ein Arbeitnehmer*innen-Tag in digitaler Form, entgegen der bisherigen Gewohnheiten – funktioniert das? Wir können sagen: Ja!

Über 60 Mitglieder aus der ganzen Republik waren zugeschaltet, ebenso der Beirat für Arbeitnehmer*innen inklusive aller regionaler Arbeitnehmer-Vertreterinnen. Nach einem kurzen Bericht des Beirats für Arbeitnehmer*innen und einem Einblick in den aktuellen Arbeitsalltag für Angestellte in den Kliniken ging es schon los mit detaillierten Infos zur Berufspolitik.

RAin Jasmin Höll erläuterte Themen wie die Heilmittelrichtlinie, die dazugehörigen Rahmenvertragsverhandlungen, Videotherapie, aber auch alltagsrelevante Fragen zu Corona-Tests, Quarantäne und Steuererklärung bei Kurzarbeitergeld. Die Teilnehmer*innen beteiligten sich rege über den Chat.

Im anschließenden Fachvortrag „Verspielt! – Konkrete Anregungen für die Therapie“ gab Frau Dr. Elisabeth Wildegger-Lack etliche Impulse für das therapeutische Spiel. Wissenschaftliche Grundlagen der kindlichen Spiel- und Sprachentwicklung sowie konkrete Spielanregungen gingen Hand in Hand. Frau Dr. Wildegger-Lack stellte ihr Material vor und gab Anleitungen zur Gestaltung eigenen Spielmaterials. Individuelle Beispiele aus der Therapiepraxis der Teilnehmer*innen wurden aufgegriffen und von der Referentin beantwortet. Die Beiträge der Teilnehmer*innen waren vielfältig und bereicherten den äußerst gelungenen Vortrag.

Die digitale Variante des Arbeitnehmer*innen-Tags ist nicht nur ein aus der Not heraus geborener Ersatz, sondern eine durchaus sinnvolle Alternative zum bisherigen Präsenzformat. 

Wir freuen uns auf das nächste Treffen – egal ob reell oder virtuell!

Ihre Arbeitnehmer*innenvertretung
Luisa Gruppe, Samra Hamzic, Ute Hentschker-Ott, Stephanie Parau, Christina Wanke

Achtung! Abgesagt! ArbeitnehmerInnen-Tag in München am 8. Mai 2020

8. Mai 2020, 10.00 – 12.00 Uhr, München

Veranstaltungsort: „Internationales Begegnungszentrum der Wissenschaft München e.V.“ (IBZ), Amalienstraße 38, 80799 München (U Bahn-Station Universität)

Am Freitag, den 8. Mai 2020, 10.00bis 12.00 Uhr findet in München der nächste Arbeitnehmer*innentag statt. Veranstaltungsort ist das zentral gelegene IBZ, in der Nähe der Ludwig-Maximilians-Universität.

Wir laden Sie herzlich ein!

Im ersten Teil (10.00 bis 11.00 Uhr) erhalten Sie Informationen aus erster Hand:
Volker Gerrlich, Geschäftsführer des dbs, gibt Ihnen einen aktuellen Einblick in die Berufspolitik (Was ist neu? Was ändert sich?) und einen Überblick über den Stand der Verhandlungen zum neuen bundesweiten Versorgungsvertrag.
Wir freuen uns, dass Herr Gerrlich dafür vor Ort sein wird!

Der zweite Teil (11.00 bis 12.00 Uhr) hat einen fachlichen Bezug:
Schwerpunkt wird diesmal das Thema „Formale Fragen zur Behandlung von Dysphagien“ sein. Referieren und informieren wird Samra Hamzic, dbs-Vertreterin für klinisch tätige Therapeut*innen. Frau Hamzic, Akademische Sprachtherapeutin, ist als Teamleiterin der Abteilung Logopädie in der Neurologischen Klinik der Justus Liebig Universität Gießen tätig und Spezialistin für Dysphagien.

Der Arbeitnehmer*innentag ist dbs-Mitgliedern vorbehalten und kostenfrei. Bitte melden Sie sich per Mail oder telefonisch in der Geschäftsstelle in Moers an: info@dbs-ev.de, Tel.: 02841 9981910.

Im Anschluss findet in denselben Räumlichkeiten der diesjährige BKL-Workshop statt (Anmeldung bitte vorab unter: https://www.dbs-ev.de/workshop-klinische-linguistik/).

Wir freuen uns auf Ihre Fragen und den gemeinsamen Austausch!

Ihre Arbeitnehmervertreter*innen
Ute Hentschker-Ott, Stephanie Parau & Samra Hamzic

Arbeitnehmertag 2019

Am 28. September fand in Hannover der diesjährige Arbeitnehmertag in Hannover statt, bei dem sich viele InteressentInnen über die aktuelle Berufspolitik informieren konnten. 

Der Beirat für ArbeitnehmerInnen, unterstützt durch die dbs-Justitiarin RAin Jasmin Höll, informierte über Themen wie die im nächsten Jahr kommende Heilmittelrichtlinie, die aktualisierten Gehaltsempfehlungen und zusätzliche Vergütungsbestandteile. Im Anschluss war Zeit für konkrete Fragen und einen Austausch. Erfreulich war, dass Teilnehmerinnen von ersten Lohnerhöhungen in ihren Praxen berichteten.

Im Anschluss fand ein Fachvortrag zum Thema "Kognitive Kommunikationsstörungen" statt. Jana Quinting gab einen äußerst gelungenen Überblick über Störungsbild, Kernsymptome, Diagnostik und  Therapie.

!!!SAVE THE DATE!!!

Termin und Ort für ein weiteres ArbeitnehmerInnen-Treffen stehen bereits fest: 8.5.2020 in München (vor dem BKL-Symposium)

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Schon gesehen? Der zweite Film zum dbs-Jubiäum ist online! 

Anzuschauen unter <link start/20-jahre-dbs-filme-zum-geburtstag/ - internal-link "Opens internal link in current window">www.dbs-ev.de</link>

Viel Vergnügen!

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Ihr Beirat für ArbeitnehmerInnen
Ute Hentschker-Ott & Stephanie Parau, sowie Samra Hamzic

Arbeitnehmer im Dialog beim Symposium 2019

„Im Dialog“ war dieses Jahr Raum für die strukturellen Veränderungen des dbs, die Entwicklungen sowie die politischen Entscheidungen, die sich auf unsere Arbeit auswirken. Dazu konnten sich beim Symposium des dbs in Halle an der Saale 21 ArbeitnehmerInnen (AN), Studierende und Arbeitnehmervertreterinnen austauschen, vernetzen und die neuesten Informationen zur Berufspolitik durch RAin Jasmin Höll erfahren. Ihr gelang es wieder, die Informationsflut gekonnt zu formulieren und einen Vorgeschmack auf die Mitgliederversammlung zu geben.

Moderierend standen Stephanie Parau und Ute Hentschker-Ott zur Seite und berichteten über folgende Themen:

  • Aktivitäten der Arbeitnehmervertretung wie z.B der Arbeitnehmertag in Halle/Saale oder weitere AN-Treffen
  • Teilnahme an der AG Gehaltsempfehlungen, die derzeitwegen der deutlichen Vergütungserhöhungen jährlich aktualisiert werden. Die aktuelle Liste findet man im Mitgliederbereich der dbs Homepage. Eine gravierende Veränderung ist die geplante bundeseinheitliche Bezahlung, die voraussichtlich ab 1.6.2019 oder 1.7.2019 eintreten soll und somit endlich das Lohn-Gefälle zwischen West und Ost abschaffen würde.
  • Per E-Mail informierten die Arbeitnehmnervertreterinnen in zwei Newslettern über Neuigkeiten.
  • Jetzt neu: Die dbs-Mitgliederzeitschrift „Sprachtherapie aktuell: Praxis – Beruf – Verband“ ist online und wurde durch die Redaktion als PDF an alle Mitglieder des dbs versendet. Es lohnt sich, darin zu blättern und sich einzulesen.
  • Im September 2019 ist ein weiterer AN-Tag in München geplant. Das genaue Datum wird per E-Mail noch bekanntgegeben. Auch dort wird Jasmin Höll anwesend sein und wer kann, sollte sich die Möglichkeit nicht entgehen lassen, die News zu Themen wie „Neuverhandlung der Heilmittelrichtlinien, Änderung des Regelfallsystems, Bundeseinheitliches Zulassungs-System“ aktuell und aus erster Hand zu erfahren.

Jasmin Höll informierte zu den Themen:

  • Gesundheitsminister, Jens Spahn, spricht sich für eine Teilakademisierung der Heilmittelberufe aus.

  • Es sind Blankoverordnungen geplant, in der TherapeutInnen selbst beispielsweise Frequenz und Anzahl der Therapieeinheiten eintragen können.

  • Frau Höll machte neugierig auf die Mitgliederversammlung durch den Satz „Die gesamte Struktur des dbs könnte sich ändern.“ Sie erklärte, dass eine breitere Mitarbeit ermöglicht werden soll, dadurch dass es künftig nicht nur VertreterInnen der Landesgruppen des dbs geben könnte, sondern auch regionale Gruppen oder inhaltliche und fachliche Projekte im Rahmen des dbs möglich werden. Zudem war die mögliche Verschmelzung der Verbände dbs, BKL, DBKS, vpl Thema.

Daniela Bücklers, AN-Vertreterin Baden-Württemberg

Therapeut:innenverzeichnis

An dieser Stelle können Betroffene oder interessierte Eltern bzw. Angehörige von sprach- und sprechgestörten Menschen Sprachtherapeut:innen in ihrer Nähe finden.

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