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Pressemitteilung der BVSS zum Welttag des Stotterns am 22. Oktober

Donnerstag, 17. Oktober 2019, 14:57 Uhr, Alter: 34 Tage

Henning, Marion und Nico sagen’s auf ihre Weise. Sie stottern und gehen selbstbewusst und offen damit um. Zum Welttag des Stotterns werben sie für mehr Toleranz. Agentur Format 78 GmbH (Gestaltung), M. Nies & R. Götter (Fotografien)

Zum Welttag des Stotterns werben Stotternde für Akzeptanz

„Wir sagen’s auf unsere Weise"

 

Am 22. Oktober ist Welttag des Stotterns. Aus diesem Anlass werben stotternde Menschen mit der Botschaft „Ich sag’s auf meine Weise" bundesweit in einem Spot für Verständnis und Akzeptanz. Der 10-sekündige Spot der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. (BVSS) wird am 20. Oktober 2019 zwischen 6 und 23 Uhr und am 21. Oktober 2019 zwischen 21 und 23 Uhr an allen deutschen Bahnhöfen mit so genannten „Station Video"-Monitoren zu sehen sein.

 

Allein in Deutschland stottern mehr als 800.000 Menschen. Stottern ist eine Störung des Sprechablaufs und als Behinderung anerkannt. Stotternde wissen, was sie sagen wollen, übermitteln es nur anders, in der Regel nicht störungsfrei, eben auf „ihre Weise". Marion, Nico und Henning stehen mit ihrer Person stellvertretend für alle anderen Mitglieder der BVSS ein und vermitteln die Botschaft: „Ich sag’s auf meine Weise".

 

Eine möglichst positive Einstellung der Betroffenen gegenüber ihrem Stottern kann den Umgang und das Leben damit günstig beeinflussen, denn „Offenheit nimmt sowohl den eigenen Ängsten als auch den Vorurteilen der Gesellschaft den Wind aus den Segeln", ist der Göttinger Neurologe Prof. Dr. Martin Sommer überzeugt, der selbst seit seiner Kindheit stottert und sich ehrenamtlich als Vorsitzender der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. engagiert. Die Selbsthilfebewegung stotternder Menschen appelliert deshalb zum Welttag mit dem Ausspruch „Ich sag’s auf meine Weise" an das gesunde Selbstvertrauen stotternder Menschen und wirbt für mehr Akzeptanzbereitschaft und Toleranz innerhalb der Gesellschaft.

 

„Wer offen mit seinem Stottern umgeht, nimmt ihm die Macht", bekräftigt Martin Sommer. „Das braucht eine große Portion Mut, aber es befreit enorm, wenn man sich nicht mehr versteckt und lieber stottert als schweigt!" Auch flüssig sprechende Menschen können Offenheit beweisen, indem sie aufgeschlossen sind und keine Angst vor dem Gespräch mit Stotternden haben. Hierfür gelten entgegen der landläufigen Meinung zum Beispiel die gleichen Regeln wie für jedes höfliche Gespräch: Aufmerksam zuhören, den Blickkontakt halten und einander aussprechen lassen. „Was gesagt wird ist wichtiger, als dass es flüssig ausgesprochen wird", ergänzt Sommer. Ein Faltblatt mit Hinweisen für das Gespräch mit Stotternden kann bei der BVSS kostenfrei abgerufen werden.

 

Der Welttag des Stotterns wird seit 1998 jeweils am 22. Oktober begangen und wurde von den weltweiten Verbänden der Betroffenen, Angehörigen und Fachleute ausgerufen. Selbsthilfegruppen, Therapieeinrichtungen und Einzelpersonen machen an diesem Tag gezielt auf die Bedürfnisse stotternder Menschen aufmerksam und tragen durch öffentliche Aktionen sowie persönliche Statements zum Abbau von Vorurteilen gegenüber Stotternden bei. Das vom Stotterer-Weltverband ISA (International Stuttering Association) ausgerufene Welttagsmotto 2019 lautet: Growth Through Speaking.

 

Pressekontakt:  

Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V.

Ulrike Genglawski

Tel: 0221-1391106

Fax 0221-1391370

E-Mail: info@bvss.de  

www.bvss.de

 

Die Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. (BVSS) ist die Interessenvertretung stotternder Menschen in Deutschland, gegründet 1979, mit sieben Landesverbänden und rund 90 Selbsthilfegruppen. Die BVSS betreibt die einzige bundesweit tätige unabhängige Informations- und Beratungsstelle zum Thema Stottern. Jährlich wenden sich Tausende Ratsuchende und Interessierte mit Fragen zu Therapie, Selbsthilfe, Schule, Beruf und vielem mehr an den gemeinnützigen Verein in Köln.

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