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Dozent*innenkonferenz

Die dbs-Dozentenkonferenz traf sich erstmals im Jahr 2001 und ist seither zu der einflussreichen Größe im Kontakt zwischen Universitäten, dem Bundesgesetzgeber und den Krankenkassen geworden. Mindestens 1x jährlich treffen sich auf Einladung des dbs die Vertreter aller Studienstätten, an denen akademische SprachtherapeutInnen und LogopädInnen ausgebildet werden zum Informations- und Meinungsaustausch. Durch die Einbeziehung der Fachhochschulen für Logopädie in dieses Gremium gilt die dbs-Dozentenkonferenz laut Gesundheitsforschungsrat im Jahr 2011 zu den Best-Practice-Beispielen der Kooperation zwischen Universitäten, Fachhochschulen und Fachverbänden. Aus der Konferenz entstehende AGs erarbeiten zentrale Forderungen und Grundsatzpapiere (z.B. Leitbild Akademische SprachtherapeutIn), auch unter Einbeziehung der studentischen Vertretungen.

Online-Premiere: dbs-Dozent*innenkonferenz 2021

Am 11. Juni 2021 hat die diesjährige dbs-Dozent*innenkonferenz stattgefunden und im Online-Format waren so viele Teilnehmer*innen dabei wie selten. 35 Lehrende aus 20 Studienstätten der akademischen Sprachtherapie/Logopädie, drei Studierendenvertreterinnen, die Vorsitzenden des dbs-Doktorand*innennetzwerks und der dbs-Ethikkommission und fast der gesamte dbs-Vorstand tauschten sich miteinander aus. Nachdem die Konferenz im letzten Jahr wegen der Corona-Pandemie ausfallen musste, freuten sich alle über das virtuelle Wiedersehen.

 

Im Mittelpunkt der Tagung stand natürlich der Umgang mit den pandemiebedingten Einschränkungen bei Lehre, Praktika und Prüfungen. Die Teilnehmenden dankten dem dbs für die schnellen und umfassenden Informationen, die mit dazu beigetragen haben, dass die Praxisausbildung vor Ort und an externen Praktikumsorten weiter stattfinden konnte. Der rege Austausch zu den Lehr- und Praxislösungen war für alle anregend und wird sicher im kommenden Wintersemester für weitere gute Optionen sorgen.

 

Die Studierenden hatten Erfahrungen von allen Studienorten zusammengetragen und berichteten von großen Bemühungen der Hochschulen, aber gleichzeitig über vielfältige Erschwernisse. So wurde das gut gemeinte Angebot von kompakten Online-Lehrangeboten am Wochenende eher als be- denn als entlastend beschrieben, wenn man schon in der ganzen Woche der Online-Lehre gefolgt ist. Auch wurden mangelnde Absprachen zwischen den Lehrenden beklagt, die teils zu überbordenden Studienanforderungen führten. Die Lehrenden äußerten vor allem die Besorgnis, dass die Erstsemester des WS 2020 noch nie auf dem Campus waren und keine „echten“ Hochschulbedingungen kennen. Auch haben einige Studierende durch die Pandemie den inhaltlichen oder strukturellen Anschluss an die Lerngruppe verloren und scheinen große Rückstände aufzubauen. Die Dozent*innen fragen sich, ob alle Studierenden, besonders die Studienanfänger*innen, „mitgenommen“ werden konnten.

 

Der dbs-Geschäftsführer Volker Gerrlich beschrieb ein ereignisreiches Corona-Jahr mit vielen tagesaktuellen und länderspezifischen Herausforderungen, aber auch Erfolge wie z. B. die Implementierung der Videotherapie oder die Umsetzung des Rettungsschirms, durch den über 9.400 Praxen gesichert werden konnten. Die dbs-Vorsitzende Katrin Schubert erläuterte die Aktivitäten des Arbeitskreises Berufsgesetz und dass die Modellklausel erneut verlängert wurde. Die stellvertretende Vorsitzende Dr. Claudia Iven stellte die dbs-„Taskforce Praktikum“ vor, die im Frühjahr 2020 gegründet wurde, um den Informationsfluss zwischen Studierenden, Hochschulen und Praktikumsstellen zu gewährleisten. Außerdem informierte sie über die im neuen Rahmenvertrag für Praxisinhaber*innen enthaltene Pflicht zum Nachweis einer Kooperationsvereinbarung zwischen Praktikumsanbieter*innen und Hochschulen. Der dbs stellt den Hochschulen dafür eine Vorlage zur Verfügung.

 

Mit Vorträgen zur Versorgungsforschung wiesen Prof. Dr. Volker Maihack und Prof. Dr. Anke Kohmäscher auf Forschungslücken, aber auch auf praktische Beispiele funktionierender Forschungsprojekte hin. Die Teilnehmer*innen diskutierten anschließend über die Erfahrungen mit Projektanträgen und die Bedingungen und Limitierungen der aktuellen Versorgungsforschung. Sie betonten die Notwendigkeit, in Wissenschafts- und Gesundheitspolitik selbst aktiv zu werden und dort sprach[therapie]spezifische Themen für mögliche Ausschreibungen zu platzieren.

Prof. Dr. Juliane Klann und Elke Oetken schilderten die negativen Auswirkungen, die die auf den ersten Blick positive Schulgeldfreiheit und Ausbildungsvergütung auf ausbildungsintegrierende Logopädie-Studiengänge hat: Es ist ein unüberschaubarer Flickenteppich an Studien- und Ausbildungsbedingungen entstanden. Die Ausbildungsvergütung raubt den Studierendenstatus und zwingt die Auszubildenden z. T. in sehr ungünstige Arbeitsverträge. Auch deshalb erfolgte ein deutliches Plädoyer für ausschließlich primärqualifizierende Studiengänge als gemeinsames Ziel.

Die dbs-Ethikkommission unter der Leitung von Dr. Petra Jaecks stellte ihre Aktivitäten zur Überarbeitung des Antragsverfahrens vor. Anschließend wurden zehn neue Mitglieder für die Gutachtenkommission gewählt, sodass die Arbeit zukünftig auf mehr Schultern verteilt werden kann.

 

Die dbs-Dozent*innenkonferenz trifft sich im Juni 2022 wieder, dann hoffentlich persönlich in Präsenz.

Dozent*innenkonferenz 2020

Leider müssen wir die diesjährige dbs-Dozent*innenkonferenz (geplant für den 26.06.2020 in Hannover) aufgrund der aktuellen Situation ("Corona") absagen. Im Jahr 2020 wird es hierfür keinen Nachholtermin geben und somit wird die nächste dbs-Dozent*innenkonferenz an einem Freitag im Juni 2021 stattfinden. Den genauen Termin für die Dozent*innenkonferenz 2021 werden wir schnellstmöglich festlegen und bekanntgeben. 

 

Aktuelle hochschulrelevante berufspolitische Entwicklungen und Informationen werden wir schriftlich aufbereiten und entsprechend zukommen lassen. 

TSVG, Ethikkommission, Internationalisierung: Auf der 20. dbs-Dozentenkonferenz wurden vielfältige Themen diskutiert

Am 28.06.2019 fand die 20. dbs-Dozentenkonferenz in Hannover statt. Das neue Planungsteam – Prof. Dr. Barbara Schneider, Prof. Dr. Claudia Wahn, Vertr.-Prof. Dr. Hendrike Frieg, Silvia Gosewinkel, Prof. Dr. Stefan Heim, Prof. Dr. Michael Wahl und Dr. Carola de Beer – begrüßte die Vertreterinnen und Vertreter von insgesamt 16 Universitäten und staatlichen sowie privaten Hochschulen.

 

Zunächst berichteten die Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Ausbildungsorte über die dortigen Neuigkeiten. Darauf folgten Informationen und ein Austausch zu aktuellen berufspolitischen Entwicklungen. Dietlinde Schrey-Dern berichtete Aktuelles aus dem Arbeitskreis Berufsgesetz und nahm insbesondere Bezug auf das Ziel der vollständigen Akademisierung der sprachtherapeutischen Ausbildung. RA Volker Gerrlich und RAin Jasmin Höll präsentierten einen Überblick über das TSVG und die damit einhergehenden Verbesserungen für den Beruf und damit auch die Ausbildung akademischer SprachtherapeutInnen. Ein weiteres sehr aktuelles und für die Ausbildungssituation relevantes Thema, die Abschaffung des Schulgeldes an den privaten Logopädie-Schulen, wurde von Prof. Dr. Barbara Schneider vorgestellt und in der Runde diskutiert.

 

In der zweiten Hälfte des Programmes wurden von Dr. Kristina Jonas die Veränderungen in Arbeit der dbs-Ethikkommission dargestellt. Nach den anschließenden Wahlen umfasst die dbs-Ethikkommission nun insgesamt 22 gewählte Mitglieder und es werden inhaltliche Unterkommissionen gebildet, die auch zukünftig eine effiziente Begutachtung der eingehenden Anträge ermöglichen. Abschließend wurde das Thema der Internationalisierung in der sprachtherapeutischen Ausbildung diskutiert. Hierzu stellte Prof. Dr. Claudia Wahn Möglichkeiten zur Internationalisierung im Rahmen des Programms ERASMUS+ vor. Im Anschluss fand ein angeregter Austausch der Teilnehmenden über verschiedene Formate und Möglichkeiten sowie Herausforderungen des internationalen Austausches bei Studierenden der akademischen Sprachtherapie statt.

 

Die 21. dbs-Dozentenkonferenz ist für den Sommer 2020 geplant.

 

Dr. Carola de Beer
dbs-Beirätin für Hochschulen

Archiv: Berichte über die Dozentenkonferenz

Hier finden Sie die Berichte der Vorjahre.

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